//Um was geht’s bei dem Thema: Smart Home – technischer Fortschritt oder Gefahr?

Um was geht’s bei dem Thema: Smart Home – technischer Fortschritt oder Gefahr?

Smarthomes sind gefragt wie noch nie, daher werden aktuell viele Häuser aufgerüstet. Sie ermöglichen nicht nur die komfortable oder gar automatische Bedienung von Geräten im Haushalt, sondern können auch deutlich Energie und laufende Kosten einsparen. Daher wird häufig auf diese Smarthome-Geräte zurückgegriffen. Durch die steigende Netzkriminalität sind auch häufig smarte Haushaltsgeräte von eingebauter Schadsoftware oder mangelnder Sicherheit betroffen. Trotz zahlreicher Hinweise der Bundesnetzagentur oder des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf wichtige Sicherheitsaspekte, gibt es viele erfolgreiche Angriffe auf gewerbliche oder private Einrichtungen.

So werden die möglichen Auswirkungen nur sehr wenigen bewusst. Doch gerade im Zeitraum der Etablierung von immer mehr elektronischen und vernetzten Geräten im privaten Leben, sollte ein kritisches Auge auf diese Technologien geworfen werden und bedachtes Handeln vorausgesetzt sein.

Alle internetfähige Smart Home-Produkte bieten ein Potenzielles Risiko. Sie sind oftmals nicht ausreichend oder fahrlässig gesichert und können schwerwiegende Schäden anrichten. Daher ist es besonders wichtig, die einzelnen Geräte auf ihre Sicherheit zu prüfen. (vgl. Smart Home-Sicherheit, Quelle)

Zurück in die Zukunft, die Geschichte des Smart Home´s

Was ist ein Smart Home?

Der Begriff Smart Home beschreibt eine Wohnung, Häuser oder ähnliche Einrichtungen in der Geräte durch ein Medium wie zum Beispiel WLAN oder Bluetooth vernetzt sind. Dies dient zur Sicherheit, einen höheren Lebenskomfort oder eine bessere Energienutzung. Durch das Smart Home werden alltägliche Lebensschritte vereinfacht, indem zum Beispiel Sensoren erkennen, wann die Sonne untergeht und schalten dann autonom die Überwachungskamera für den Außenbereich ein.

1939: Die ersten Ideen eines Smart Home’s

Die erste Idee eines Smart Home’s wurde im Jahr 1939 von George H. Bucher in „Popular Mechanics Magazine über Das elektrische Haus der Zukunft“ (MHE, Historie des Smart Home von 1963 bis Heute, 05.04.2019, Quelle, 24.05.2020) veröffentlicht. Er schrieb in seinem Bericht über ein vernetztes Haus, dass Türen automatisch öffnen und schließen kann. Das Haus sollte auch das Licht an die Bedürfnisse des Verbrauchers anpassen und Gäste über eine Sprechanlage willkommen heißen können. In den 1960er Jahren wurde erstmals ein Störmeldesystem in größeren Gebäuden verbaut. Dies Gilt als erster schritt in Richtung der modernen Smart Home’s. Das Störmeldesystem erkennt hierbei auffällige Töne oder große Lichtunterschiede (vgl. o.V., Störmeldesystem, o.J., Quelle, 24.05.2020) und dient zur Sicherheit und Überwachung von dem Hausserver. 1973 kam die Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) in den Handel und dient bis heute als Grundlage zur Steuerung des Smart Home’s. Die SPS ist das Gehirn des Smart Home’s, sie ist mit jedem Gerät verbunden und dient als Schnittstelle der Geräte. Dabei kann eine SPS durch fünf verschiedene Programmiersprachen programmiert werden. Die gängigste Programmiersprache für das Smart Home ist die Structured control language (SCL). Sie bietet die meisten Möglichkeiten, dennoch ist es eine anspruchsvolle Programmiersprache und nicht für Anfänger geeignet, die noch keine ,,Erfahrungen mit [Pascal, Java oder der gleichen] gesammelt haben.“ (Rene Kaiser, SPS Programmiersprachen – KOP, FUP, AWL, SCL und S7 Graph, o.J., Quelle, 24.05.2020)

2002: Die Revolution

Der Konnex-Bus (KNX), ist ein Feldbus (Ein Feldbus ist ein Bussystem, das als Schnittstelle für verschiedene Feldgeräte wie Sensoren und Aktoren dient und eine kommunikation mit einem Automatisierungsgerät herstellt.) für die Gebäudeautomation. Es wurde 2002 verabschiedet und aus den EIB/KNX-Bus-Standard entwickelt, der 1991 erschienen ist. Der KNX wurde von Berker, Jung, Gira, Merten und Siemens weiter entwickelt. Im allgemeinen dient der KNX zur Kommunikation der Geräte des Smart Home’s und kann auch Markenübergreifend verwendet werden. Es kann Heizung, Kühlung, Lüftung, Verschattung und Beleuchtung regulieren.

Das erste Smarte Home war ein teil eines 2001 ausgerufenen Wettbewerbs. Die Wettbewerbsaufgabe war es ein Haus für vier Personen zu entwerfen das maximal 250.000 Euro kosten soll. Das Haus der Gegenwart erhielt den zweiten Platz des Wettbewerbs und wurde von dem Architektenbüro Allmann Sattler Wappner aus München entworfen. Es kann durch seine Bauweise mit Gemeinschafts Küche und Wohnzimmer von einer Familie, aber auch von einer Wohngemeinschaft gut verwendet werden. Das Haus kann entweder durch die zentrale Steuerung im Haus oder von einem mobilen Endgerät wie einem Smartphone bedient werden. “Neben der Abfrage des aktuellen Status kann der Nutzer Beleuchtung, Fenster, Türen, Jalousien, Heizung oder zum Beispiel die Gartenbewässerung einstellen.” (o.V., Haus der Gegenwart, 29.05.2019, Quelle, 26.05.2020) Durch das mobile Endgerät weiß das Haus wann man nach hause kommt und zeigt am nächsten Bildschirm im Haus die wichtigsten Daten des Hauses an, wie die Temperatur oder die Beleuchtungs Verteilung.

Das Haus V ist ein vom Jakob Bader Architektur Büro entworfenes Smart Home, das durch seine außergewöhnliche Form eine ganz neue Art darstellt und als Pilotprojekt für smarte Häuser voran geht. Es ist nicht nur ein Smarthome vom feinsten, sondern auch ein stylisches Öko-Haus das durch die smarte Einrichtung und Sensoren das Raumklima im Winter durch Luftschächte warm und gut belüftet hält. Im Sommer hingegen lüftet das Haus sich durch die ferngesteuerten Fenster autonom. Die Steuerung des Hauses erfolgt entweder über ein großes Bedienfeld im Inneren des Hauses oder über ein mobiles Endgerät das mit dem WLAN verbunden ist. Das Haus V dient bis heute als eine Inspiration für Architekten, die es als Beispiel benutzen und ihren eigenen stil mit einbauen, sodass es heutzutage mehrere Arten des Pilotprojektes Haus V gibt. 

Das eigene Smart Home

Smarte Häuser sind gefragter denn je, das liegt nicht nur an seinen etlichen Vorteilen die ein Smart Home mit sich bringt, sondern auch an den immer günstiger werdenden smarten Geräte durch den Preiskampf. Die grundlegenden Vorteile eines Smart Home’s sind offensichtlich, das Haus merkt es, wenn keiner in einem Raum ist und schaltet somit das Licht aus oder das Haus ist so programmiert, dass es wenn die Sonne untergeht automatisch den Rasen-Sprinkler im Garten startet. Zudem kann man sich sein Haus heutzutage smart nachrüsten lassen, zum Beispiel mit einem Sprachassistenten wie Alexa der durch Spracheingabe das Licht an und ausschalten kann, wenn man auch die dementsprechenden Glühbirnen hat. Da sich viele Familien heutzutage ihr eigenes Haus bauen lassen, kann man es von Anfang an smart einrichten. Hierbei gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Anbietern wobei Domovea von hager eine gute Lösung darstellt und alle verschiedenen Komponenten wie das KNX-system, IoT und den Home Server miteinander verbindet und so alles auf der Applikation von hager zusammengefasst wird. Hierbei wird jedoch lediglich die Software bereitgestellt, währenddessen man sich seine eigenen smarten Geräte beschaffen muss. Wichtig dabei ist, dass man auf seine eigenen Bedürfnisse achtet und herausfindet was man alles zu Hause verbaut haben möchte, wobei es keine Grenzen gibt. Man kann sich die Fußbodenheizung smart einbauen lassen, sodass sie auf Knopfdruck angeht. Eine weitere Möglichkeit besteht in den smarten Lichtern, die für eine wohlfühlende Atmosphäre in seinem Haus sorgen können.

Ein sehr typisches smartes Gerät ist ein Sprachassistent wobei die bekanntesten zurzeit Alexa von Amazon, der Google Assistant von Google und der HomePod von Apple sind. Sie dienen hauptsächlich für die Befehls Kommunikation, was deutlich schneller und entspannter ist als alles über die Haus interne Schnittstelle oder sein mobiles Endgerät zu steuern. Dennoch ist das smarte Eigenheim ein großer Eingriff in die Privatsphäre und sollte daher immer kritisch betrachtet werden. Das Smart Home sammelt und wertet ständig gesammelte Daten über die Besitzer aus. Durch das Verbinden seiner mobilen Endgeräte wird auch der Standort über die WLAN Verbindung abgerufen. Zudem “[variieren die] Kosten für ein Smart Home stark, je nachdem, für welche Vernetzungstechnik man sich entscheidet und wie viele Endgeräte man einbinden möchte. Einstiegsangebote für vernetzte Technik auf Basis von Funkstandards beginnen bei mehreren hundert Euro.” (o.V., 17.01.2020, Smart Home – Das „intelligente Zuhause“, Quelle, 30.05.2020)

Die Zukunft von Smart Home’s

Wenn man einen Blick in die Zukunft wirft, merkt man schnell wie rasant sich die Hersteller einen weiträumigen Ausbau vorstellen und was sich durch den sehr guten KNX-Standard realisieren lässt. Die verschiedenen Anbieter gehen aber noch weiter und planen jetzt schon die smart City die eine Weiterentwicklung des Smart Home’s darstellt. Die smart City soll komplett miteinander vernetzt sein und auch die Autos sollen in dem Konzept automobil und autark vom Verbraucher fahren können, durch diese Vernetzung sollen Staus und Unfälle in Zukunft verhindert werden. Die Häuser sollen auch mit dem Wetterbericht vernetzt werden und gegebenen Fall die Fenster autonom öffnen oder schließen. Durch das selbständige Ausschalten von Geräten  nach der Benutzung soll auch die Effizienz gesteigert werden und das Haus Ökonomischer sein. Dabei ist die Grundlage aller smarten Geräte ob ganze Häuser oder einzelne Geräte nur durch die Verbindung von Internet of Things möglich. Dies beschreibt die Vernetzung von physischen und virtuellen Geräten und Systemen, mehr erfahren sie im weiteren Verlauf.

Autor: Laurin Bienwald

Internet of Things – Was ist das?

Die Zeiten, in denen nur der Computer oder das Smartphone mit dem Internet interagieren konnten, sind definitiv vorbei. Inzwischen sind die meisten Geräte  mit dem Internet in irgendeiner Art vernetzt und nicht nur das, Fernseher, Kaffeemaschine und Co. können auch untereinander kommunizieren. Diese ständige Kommunikation nennt man das Internet der Dinge oder auch kurz IOT (Internet of Things). Dadurch werden auch die Grenzen zwischen virtueller und physischer Welt durchlässiger, das Internet ist quasi überall.

„Das Internet of Things (IoT) ist das Netzwerk von physischen Objekten, die eine Technologie integriert haben, um zu kommunizieren und Dinge zu erfassen oder mit ihren inneren Zuständen oder der äußeren Umgebung zu interagieren.“ (vgl., o. V., Quelle, 16.06.2020)

Sehr viele Geräte sind schon heute IOT-fähig, bis Ende 2020 sollen es allerdings schon zwischen 20 bis 30 Milliarden vernetzte Geräte sein. Um die Geräte oder Objekte so intelligent gestalten zu können und interagieren zu lassen sind kleine Chips nötig die meist mit RFID Funk-Etiketten oder QR-Codes ausgestattet sind, diese Chips können dann eigenständig als Sensoren und Aktoren arbeiten. Ein Beispiel hierfür wäre eine Gartenlampe, sobald es dunkel wird erkennt sie das und schaltet das Licht an. Meist sind Smartphones die Hauptschnittstelle und das Bedienelement für das IOT. Es wird allerdings auch schon an Chips experimentiert, die unter die eigene Haut transplantiert werden können und man somit selbst ein Teil des IOT wird.

Unterschied zwischen Privaten und industriellen Anwendungen

Grundsätzlich ist beim Internet der Dinge zwischen privaten und industriellen Anwendungen zu unterscheiden. In der privaten Nutzung sind hauptsächlich Gegenstände und Geräte des alltäglichen Gebrauchs für eine komfortablere und intelligentere Nutzung untereinander vernetzt. Es lassen sich beispielsweise intelligente Automatisierungen Beispiel einrichten oder Geräte installieren, die in bestimmten Situationen per Internet mit dem Anwender in Kontakt treten. Es ist also eher als Vereinfachung unseres Alltags zu sehen. ,,Ein wesentlicher Faktor, der die Idee vom IoT – Internet of Things auch für die Anwendung im Smart Home interessant macht ist, dass dem Menschen durch die eigenständig agierenden Gegenstände Arbeiten abgenommen werden, anstatt ihn zusätzlich zu beschäftigen.“ (Mariella Wendel, in Internet der Dinge: Daten, Geräte, Anwendungsbereiche, Quelle, 16.06.2020)

Im industriellen Bereich wiederum geht es eher darum, Maschinen und Anlagen so weit miteinander zu verbinden, dass sich ganze Industrieprozesse automatisieren lassen. Produktionsabläufe werden dadurch effizienter und günstiger. Das Internet der Dinge ist ein sehr großer und auch wichtiger Bestandteil der so genannten Industrie 4.0. Mit dem IoT und Industrie 4.0 wird die Organisation und der Arbeitsaufwand von industriellen Prozessen durch die Kommunikation von Maschinen, Anlagen, Waren und Menschen deutlich verbessert. Es lassen sich nicht mehr nur einzelne Produktionsschritte, sondern ganze Produktionsketten automatisieren und wesentlich effizienter gestalten.

Das industrielle Internet der Dinge (Industrial Internet oThings) kann in vielen Branchen eingesetzt werden, im produzierenden Gewerbe, in der Agrarwirtschaft, in Krankenhäusern, in Einrichtungen, im Bereich der Gesundheitsvorsorge oder bei der Energie- und Ressourcengewinnung. ( o.V., Quelle, 21.06.2020)

Und wie funktioniert das nun?

Damit Abläufe automatisch erfolgen können, müssen die dafür nötigen Geräte einander erkennen und richtig einordnen können. Im Grunde sind für die untereinander Kommunikation der Geräte nur 3 Faktoren nötig.

  • Der Daten-Integrationspunkt (DIP), der sozusagen als Hauptzentrale arbeitet indem er alles erkennt und speichert aber auch Daten an die einzelnen Geräte weitergibt. Im Smart Home Bereich heißt diese Zentrale oft Bridge oder auch Gateway.
  • Der Daten-Endpunkt (DEP), der wie der Name schon sagt als Endverbraucher interagiert aber auch als Sensor arbeiten kann, wie z.B. ein Gas-/Wasserzähler, ein Saugroboter oder eine Lampe, die die Daten sammeln und dann weitergeben.
  • Eine Übertragungstechnologie, z.B. WLAN, Bluetooth, Satellitenfunk oder eben die RFID-Chips. Die Abkürzung RFID steht übrigens für „radio-frequency identification“ und heißt im deutschen etwa so viel wie „Identifizierung durch elektromagnetische Wellen“. Die winzig kleinen Chips sind in etwa so groß wie ein Reiskorn und können daher fast überall untergebracht werden. Auslesen kann man solche allerdings nur mit ganz speziellen Auslese-Geräten so dass der Punkt Datenschutz auch nicht zu kurz kommt. Solche Chips konnten sich bereits Besucher der Cebit 2016 (Messe für Automationstechnik) z.B. am Stand der Firma Digiwell unter die eigene Haut implantieren lassen.

Was bedeutet das in der Praxis?

In der Praxis lässt sich dies ganz einfach anhand von neueren Druckern erklären. Die meisten neueren Drucker haben eine Bestellautomatik, bei dieser erkennt der Drucker wie viel Tinte noch in der Patrone ist gibt diese Information dann weiter und bei einem bestimmten Wert wird dem Besitzer dann vorgeschlagen neue Patronen zu bestellen.

Vor- und Nachteile des IoT

Vorteile

  • Sehr Benutzerfreundlich und leicht verständlich sodass es auch die breite Masse benutzen kann
  • Geringerer Stromverbrauch durch mögliche Zeiteinstellungen oder Sensoren
  • Nehmen dem Besitzer lästige Aufgaben ab
  • Geräte und deren Umgebung lassen sich von überall überwachen und steuern
  • Höhere Effizienz in der Industrie da die Technik keine pausen braucht und sich ganze Arbeitsprozesse automatisieren lassen

  Nachteile

  • sammeln den ganzen Tag über Informationen und Daten über uns sodass unser kompletter Tagesablauf gespeichert werden kann
  • noch zu wenig Geräte die IoT-fähig und sinnvoll nutzbar sind
  • im Moment noch ziemlich kostenintensiv, vor allem wenn man Wohnungen oder ganze Häuser damit ausstatten will
  • verbrauchen natürliche Ressourcen, sind aber nicht natürlich abbaubar, sie verrotten also einfach
  • durch die Automatisierung und Vernetzung von mehreren Maschinen werden viele ihre Arbeit verlieren

Die Zukunft des IoT

,,Unsere Vision von Zukunft ist geprägt von selbstfahrenden Autos, intelligenten Städten und Gebäuden. […], wie nah wir aber auch vielen dieser Ziele bereits sind, ist vielen Menschen noch nicht bewusst.“ (Joachim Kathmann, in So kann die unmittelbare IOT-Zukunft aussehen, 15.01.2019, Quelle, 16.06.2020)

Selbstfahrende Autos sind auch heute noch Zukunftsmusik, allerdings sind wir schon auf einem guten Weg, wie unteranderem an selbstfahrenden Traktoren, Landmaschinen und automatisierten Bergbau bereits begutachtet werden kann. Die IOT-Revolution findet an ganz anderer Stelle statt, wie man an den steigenden Unternehmenszahlen, die IOT-Systeme benutzen, um Wasser oder Strom zu sparen, sehen kann. Gerade was Industrie 4.0 angeht wird an den Möglichkeiten des IOT weitergearbeitet, da in der Industrie alles individueller und flexibler wird ist das IOT eine einfache, aber auch sehr wertvolle Unterstützung. Bisher wurden alle Arbeitsschritte an den Produkten direkt komplett gesteuert: Jede kleine Veränderung in der Produktion musste hier eingeplant werden. In der Welt von Industrie 4.0 herrscht die Vision, dass jedes Bauteil über seine Bearbeitungsschritte und die der anderen Maschinen Bescheid weiß. Bearbeitungsschritte, die es selbstständig entlang der Produktionsstraße abfordern kann. So wächst das IOT gerade im Punkt Industrie und Marketing in den letzten Jahren stetig und vor allem schnell. Aber am weitesten fortgeschritten und entwickelt ist das IOT wohl im Bereich des Smart Home. Jede große Firma hat mittlerweile ihre eigene Smart Home Gerätekette die stetig erweitert wird und man findet diese Geräte bereits fast in jedem zweiten Haushalt.

Fazit

Das Internet der Dinge und dessen Entwicklung ist immer weiter am Voranschreiten, was auch nicht aufzuhalten ist. Eine Entwicklung der Technologie und Internet -, sowie netzwerkbasierten Technik ist seit Jahren auf dem Vormarsch und überrascht uns immer wieder mit allerlei technologische Neuerungen und Begeisterungen.Das Internet of Things wird unseren Lebensstandard in den kommenden Jahren enorm verbessern. Jedoch sollten Firmen und Kunden über die Risiken von vernetzten Gegenständen aufgeklärt und im Bereich der Datensicherheit erweitert und unterstützt werden. Trotz den Vorteilen für die Menschheit müssen der massenhaften Datenauswertung Grenzen gesetzt sein, besonders im privaten Bereich. ,,Herstellerübergreifende Standards könnten einen großen Schritt hin zu Kompatibilität und mehr Sicherheit bedeuten.“ (vgl., Stefan von Gaugern, Quelle, 16.06.2020)

Autor: Colin Schweikert

Die Risiken von Smart Homes und wie man sie sicher gestaltet

Einleitung

Der Grund für den Kauf eines Smart Home-Artikels besteht in erster Linie darin, den Haushalt effizienter, intelligenter und sicherer zu gestalten. So kann sich viel alltägliche Arbeit eingespart werden, ohne daran denken zu müssen. Sie bieten für viele also einen erschwinglichen Komfort.

Wird das Thema Sicherheit angeschnitten, wird schnell deutlich: Eine neue Lösung auf alte Probleme wirft erneut gar größere Probleme hervor. So wird mit digitalen Türschlössern und Sicherheits-Kameras für eine dauerhafte Lösung geworben.

Somit kann ein Teil der herkömmlichen Straftaten eingeschränkt werden. Doch auch die Zahl der Internet-Kriminalität steigt rasant und Übergriffe auf digitale Haushalte und Unternehmen stellen keine Seltenheit mehr dar. So besteht ein ständiges Wettrüsten zwischen Kriminalität und Sicherheit. Besonders bei diesen Angriffen stellen Smart Home-Artikel häufig eine beliebte Angriffsfläche dar.

Doch wie realistisch sind solche Übergriffe wirklich und wie viel Zeit und Geld sollte in die Recherche, Anschaffung und Sicherheit gesteckt werden?

Wachstum

Mit Deutschlands steigenden Anzahl an Smart Homes und einer weltweiten Platzierung an 14. Stelle mit etwa 20 % an Smart Home-Haushalten (vgl. Statistik Smart Homes Deutschland, Quelle), ist die Sicherheit essenziell.

Unternehmen

Neben Privatpersonen setzten besonders Unternehmen auf die Automatisierung ihrer großen Gebäude, um Strom, Wasser und Gas zu sparen. Diese stellen allerdings oft eine direkte Schnittstelle für Angreifer dar, um in das Netzwerk ihr Ziele zu gelangen.

Ein Angriff auf ein Unternehmen kann mehrere Motive haben. Oft stecken Wirtschaftsspionagen hinter solchen Angriffen, um Betriebsgeheimnisse, innovative Konzepte oder Strategien der Konkurrenz zu erlangen, um daraus einen Vorteil zu schöpfen. Andere Angriffe können von ehemaligen Mitarbeitern mit Insider-Wissen ausgehen. Durch dieses Wissen von vorhandenen Schwachstellen können sie besonders gefährlich für ein Unternehmen sein und viel Schaden anrichten (vgl. Penetrationstests, Quelle).  Dabei ist es pauschal schwer zu sagen, ob ein Angriff gezielt war, oder andere Unternehmen ebenfalls davon betroffen waren.

Private Haushalte

Gegen Privatpersonen gibt es selten gezielte Angriffe. Ein privater Haushalt mit z. B. einem digitalen Türschloss und Überwachung durch Kameras oder Bewegungserfassung wirkt deutlich abschreckender und ist gegen herkömmliche Einbrüche oft besser gesichert. Aus einer Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft von 2017, welche die Einbrüche thematisiert, geht allerdings hervor, dass es sich lediglich bei 5 % aller Sicherheitsvorkehrungen um Smart Home-Systeme handelte. (vgl. Statistik Einbrüche 2017, Quelle) Nach wie vor werden mechanische Sicherheitsvorkehrungen am häufigsten genutzt. Bei Smart Home-Geräten treten hierbei erneut Probleme auf. Bei einem IoT-fähigen Gerät besteht die Gefahr, dem Angriff eines Bot-Netzes zum Opfer zu fallen. Der Nutzer wird dabei selten etwas davon merken und daher auch nicht entsprechend handeln. Er kann sein Gerät weiterhin nutzen und wird höchstens eine geringe Leistungseinschränkung bemerken. Eine Menge an kompromittierten Geräten können dann für unterschiedliche Angriffe verwendet werden. Beispielsweise werden sie häufig für DDoS-Attacken gegen Unternehmen aller Art verwendet.

Sicherheitslücken

Kann der Hersteller von Produkten nicht mit der Optimierung seiner Produkte nach den neuesten Sicherheitsstandards mithalten, stellt dies für alle Kunden eine Gefahr dar. So bieten zahlreiche Unternehmen Bug-Bounty-Programme an. Sie geben Personen die Möglichkeit Sicherheitslücken in ihren Systemen zu finden, welche meistens mit einem Geld- oder Sachwert belohnt werden. Laut einer Studie des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie), gibt es vier Ziele der Auftragsgeber: „1. Erhöhung der Sicherheit der technischen Systeme 2. Identifikation von Schwachstellen 3. Bestätigung der IT-Sicherheit durch einen externen Dritten 4. Erhöhung der Sicherheit der organisatorischen und personellen Infrastruktur“ (Penetrationstests, Quelle). So gehört es nicht nur zu den Aufgaben der Pentester diese Lücken zu finden, sondern auch „konkrete Lösungsvorschläge für deren Beseitigung“ (ebd. Penetrationstests) zu liefern. Viele Unternehmen können sich und ihre Produkte so deutlich sicherer gestalten.

Hersteller und Verbraucher

Beteiligt an der Gestaltung der Sicherheit in der Praxis dieser Technologien sind nicht nur die Hersteller, sondern auch die Verbraucher. Baut ein Hersteller beispielsweise ausgereifte und moderne Sicherheitssysteme ein, liegt es meistens am Verbraucher, diese ordnungsgemäß und nach Empfehlung des Herstellers zu konfigurieren und mittels Updates instand zu halten. Sollten jedoch die Sicherheitssysteme des Herstellers veraltet sein und oder weisen Schwachstellen auf, bleiben die Maßnahmen des Verbrauchers ineffektiv. Ebenfalls muss der Hersteller schnell auf neue bekannt Lücken in ihren Systemen mit effektiven Patches reagieren. Diese sollen neben funktionellen Fehlern auch kritische Angriffspunkte beheben und schließen.

Da in solchen Fällen meistens bei dem Verbraucher ein Schaden entsteht, ist dieser dazu aufgerufen, eine angemessene Recherche und Kostenvorstellung in die Anschaffung solcher Produkte zu stecken. So sich sollte der Verbraucher nach seriösen Bewertungen von mehreren Herstellern suchen und sich ebenfalls genau über den Gebrauch und die Sicherung seiner Geräte informieren.

Datenschutz

Ebenfalls stehen die Sammlung und Verwendung von privaten Daten oft in der Kritik. In dem Leitfaden einer Pressemitteilung des Landes Rheinland-Pfalz wurden bereits 2016 „Empfehlungen zum Verbraucher- und Datenschutz bei intelligenter Haustechnik vorgelegt“ (Pressemeldung Verbraucherschutz, Quelle). So wird unter anderem ein verlässliches Schützen von gespeicherten sensiblen Daten, eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei der Übertragung, mehr Transparenz für den Benutzer und strenge Zugriffskriterien für Fernzugriffe gefordert. Ende-zu-Ende-Verschlüsselungen stellen im Allgemeinen für den Geheimdienst ein großes Problem dar. Für diesen wird eine Strafverfolgung oder Überwachung erheblich erschwert, da er auf die verschlüsselten Dateien oder Pakete keine Einsicht mehr hat.

Daten sollen entsprechend lokal gespeichert werden. Falls dies nicht möglich ist, sollten sie nach Möglichkeit in einem Rechenzentrum in der EU/EWR gespeichert sein. Der Nutzer soll zudem seine gesammelten Daten einsehen und ggf. löschen können (ebd. vgl. Pressemeldung Verbraucherschutz). So wird eine Verteilung der Daten auf andere Kontinente vermieden und dem Nutzer die Möglichkeit gewährt, über diese zu bestimmen. Ebenfalls kann öfters verhindert werden, dass ein Unternehmen mit den Daten seiner Kunden Geld verdient, indem es gesammelte Nutzerdaten z. B. an Dritte weiter verkauft.

Da es sich hierbei bedauerlicherweise nur um eine Empfehlung und keine Vorschrift handelte, gibt es viele Händler, welche diese grundlegenden Prinzipien nicht umsetzten. So liegt es an dem Verbraucher, sich anhand von Erfahrungsberichten und Tipps von Verbraucherschützern zu informieren.

Wer das nicht macht, läuft in der Gefahr, keinen Überblick über mögliche Einblicke in sein Privatleben zu haben.

Fazit

Festzuhalten ist, dass die Sicherheit aller Smart Home-Produkte von dem Benutzer sowie Hersteller abhängig ist. Der Hersteller garantiert sichere und leicht bedienbare Funktionen und der Nutzer informiert sich über die ordnungsgemäße Installation und Einrichtung eines sicheren Produktes. Eine durchschnittliche Person kann in der Regel nicht mehr für ihre Sicherheit mit einem Smart Home-Produkt machen.

Auch unter dem Vorwand der Sicherheit vor z. B. Einbrüchen, lässt sich über eine Verbesserung der Sicherheit streiten. Zwar können herkömmliche Vorgehen deutlich eingeschränkt werden, dennoch tauchen im Gegenzug neue Vorgehen auf, welche oft die Sicherheit von neuen Geräten infrage stellen.

Risiken können so deutlich verringert werden. Trotzdem können Sicherheitslücken nie komplett ausgeschlossen werden und treten immer wieder auf. Daher ist und bleibt es wichtig, sich regelmäßig zu informieren, um aktuelle Informationen zu erhalten.

Autor: Samuel Heinzmann

By |2020-07-10T12:44:05+00:0020. März , 2020|Smart Home|2 Comments

2 Comments

  1. Semi-App 15. Mai 2020 at 12:40 - Reply

    Der Einleitungstext ist noch etwas kurs geraten, vielleicht noch mehr auf die Vorteile von Smart Homes eingehen. BSI ist nicht selbsterklärend, bitte kurz erläutern, wer das ist.

  2. Semi-App 15. Mai 2020 at 12:43 - Reply

    Das Bild finde ich nicht so passen, weil hier nur ein kleiner Teil eines Smart Homes gezeigt wird, vielleicht eines wählen, welches ein ganzes Haus darstellt

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