//Um was geht’s bei dem Thema: Inwiefern verändert die App-Entwicklung die Bildung?

Um was geht’s bei dem Thema: Inwiefern verändert die App-Entwicklung die Bildung?

Tablets, Laptops, Lernplattformen – der Alltag in Deutschlands Klassenzimmern verändert sich. Schulbücher und Arbeitsblätter werden durch Tablets ersetzt. Immer mehr Schulen greifen auf digitale Helfer zurück. Doch wie verändern diese drei Dinge den Schulalltag und vor allem sind sie sinnvoll? Um das wirklich zu beurteilen, muss man folgende drei Faktoren berücksichtigen: Welche Lernapps gibt es zum heutigen Standpunkt, was für Potenzial steckt in ihnen und auf welche können wir uns freuen; wird die Chancengleichheit beeinträchtigt, oder sogar gefördert und falls wie? Wenn diese zwei Faktoren stimmen gibt es noch die Überlegung, ob ein digitaler Schulalltag in Deutschland überhaupt machbar ist. Das untersuchen wir; Milan D., Daniel A. und Arnold H. in unserer Seminararbeit.

Probleme/Nachteile und Vorteile der digitalen Bildung – Milan D.

Seit Jahren befinden sich die Schulen im Wandel. Der Einsatz digitaler Medien spielt heutzutage an immer mehr Schulen eine bedeutende Rolle. Im Unterricht spielen altbekannte Bestandteile (wie zum Beispiel der Overheadprojektor, die Kreidetafel, Aufschriebe per Hand und vieles mehr) immer weniger eine Rolle. Medien wie Tablets, Whiteboards oder das Internet werden immer mehr zum festen Baustein des Unterrichts und tragen zu einer digitalen Bildung bei. Wie bei fast allen Weiterentwicklungen der Menschen gibt es Befürworter des Einsatzes von digitalen Medien aber auch viele, die diese Entwicklung kritisch sehen. Es stellt sich die Frage, ob sich die Entwicklung der digitalen Bildung an Schulen für die Kinder und deren Zukunft positiv auswirkt oder ob an den altbekannten Medien zur Bildung festgehalten werden sollte?

Laut der DWSH (Digitale Wirtschaft Schleswig- Holstein) fordern Eltern vehement den Übergang zu einer digitalen Schule ihrer Kinder und denken, dass der Übergang ohne Probleme zu bewältigen sei (vgl., Quelle (15.06.2020)). Die Umsetzung sieht in der Realität aber anders aus. Kinder würden laut Eltern ausschließlich davon profitieren und in einem besserem Bildungssystem gelehrt werden. Jedoch gibt es auch viele Dinge, die berücksichtigt werden müssen, welche den Eltern oftmals gar nicht klar sind.
Die meisten unterschätzen den Aufwand, der hinter der Entwicklung zur Einführung digitaler Medien steckt. Notwendige Ausgaben, die für ein einziges digitales Klassenzimmer benötigt werden, werden oftmals unterschätzt. Weil viele Schulen über einen schlechten Netzanschluss verfügen, der für eine moderne, digitale Schule nicht ausreicht, entstehen bis zu fünfstellige Summen pro Schule, um den Anforderungen einer problemlosen Internetverbindung gerechtfertigt zu werden (vgl., o.V., Bislang stemmen Schulen Onlineunterricht allein, in: Hockenheimer Tageszeitung, 25.06.2020, S.17). Die Internetverbindung kann dann durch mobile Endgeräte, wie beispielsweise Tablets oder Computer, genutzt werden. Damit wird der nächste Kostenpunkt angesprochen, die Ausstattung. Die Schüler und Lehrer brauchen moderne Tablets oder Computer, die es nicht unter mehreren Hundert Euro zu kaufen gibt. Die Anschaffungskosten betragen schon allein für eine durchschnittliche Klasse, mit ca. 25 Schülern, über Tausend Euro. Da Tablets Verbrauchsgegenstände sind und eine durchschnittliche Lebensdauer von ca. 5 Jahren haben, müssen auch langfristig Ausgaben getätigt werden, um auf dem neuesten Stand zu sein. Hinzu kommen die notwendigen Fortbildungen für Lehrer, die ebenfalls Kosten und Zeit mit sich bringen, um Lehrer auf den digitalen Unterricht bestens vorzubereiten. Wissenschaftliche Studien haben grobe Hochrechnung gemacht, wie groß der Anteil an Kosten wäre. „Eine „lernförderliche Infrastruktur“ schlägt demnach mit rund 2,8 Milliarden Euro im Jahr zu Buche. […] Andererseits ist laut den Verfassern zu berücksichtigen, dass die Kommunen nicht bei null anfangen. Schätzungen auf Basis der Ausgaben einzelner Städte und Gemeinden deuten darauf hin, dass insgesamt bereits 20 bis 50 Prozent der jährlichen 2,8 Milliarden Euro von kommunaler Seite aufgebracht würden.“(Quelle (15.06.2020))

Nicht nur die Kosten könnten zum Problem werden. In der heutigen Zeit spielt der Datenschutz, auch an Schulen, eine entscheidende Rolle. Bevor Schulen digitale Medien nutzen können und mit diesen den Unterricht gestalten, muss überprüft werden, ob diese den Datenschutzverordnungen gerecht werden. Bei einem Verstoß drohen den Schulen teilweise hohe Bußgeldstrafen. „[… Es verhält] sich so, dass Schulbücher unter pädagogischen [und datenschutzrechtlichen] Aspekten geprüft werden, Lern-Apps aber nicht.“(Quelle (15.06.2020)), heißt es von der Landesbeauftragten für den Datenschutz in Niedersachsen, Frau Barbara Thiel. Da Lern-Apps genauso wichtig, wie die digitalen Bücher seien, ist Frau Thiel der Meinung, dass sich der Staat auch mehr um die Apps kümmern müsse, um in Deutschlandweit einheitlich zu bleiben. Um Apps auch im Unterricht bedenkenfrei nutzen zu können, braucht es ein flächendeckendes Konzept. Ein Problem, welches es bei den Apps gibt, ist der Speicherort der persönlichen Daten. In einer nicht digitalen Bildung speichern Lehrer und Schüler ihr Unterrichtsmaterial analog und lokal ab. Da mittlerweile viele Apps von Lehrern und Schülern genutzt werden können, welche einen besseren Überblick über schulische Dinge geben und zum Unterricht beitragen können, braucht man bei den Apps einen sicheren Umgang der persönlichen Daten der Schüler und Lehrer. Werden die Daten einer App nicht richtig gespeichert, sind die persönlichen Daten der Lehrer und Schüler nicht mehr geschützt. Bei der Speicherung gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einem existiert die Möglichkeit der lokalen Speicherung auf dem Gerät. Bei dieser Art von Datenspeicherung sollte es keine Probleme mit dem Datenschutz geben, da alles auf dem einzelnen Gerät gespeichert wird. Eine andere Art ist die Speicherung über eine Cloud. Der Vorteil einer Cloud ist die bessere Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen Schülern und Lehrer während und außerhalb des Unterrichts. Hierfür muss allerdings ein Vertag zwischen Schule und Anbieter existieren, der die Verschlüsselung der Daten auf einem privaten Server garantiert. Sollte es keinen Vertag geben, ist diese Art der Speicherung aus rechtlichen Gründen nicht legal, da keine Sicherheit mit dem Umgang der Daten gewährleistet wird.(vgl., Quelle (16.06.2020))

Neben den Problemen und Herausforderungen, die eine digitale Bildung bringt, gibt es heute schon zahlreiche Vorteile, die die Schüler mit Hilfe der verschiedenen Apps im Unterricht haben. Smartphones, Computer, Tablets und das Internet spielen im Alltag der Schüler eine große Rolle und sind in fast jedem Haushalt zu finden. Mehrere Studien haben ergeben, dass 95% der 12-19-Jährigen der Deutschen ein Smartphone besitzen. Hinzu kommt, dass 98% der Deutschen Haushalte mindestens einen Computer oder Laptop besitzen, sowie über einen WLAN- oder Internetanschluss im Haushalt verfügen (vgl., Quelle (16.06.2020)). Durch den hohen Anteil der digitalen Medien wird das Interesse der Jugendlichen deutlich, nämlich dass sie viel Zeit im Internet und am Handy verbringen. Da in vielen Schulen Handys verboten sind und das Internet selten zum Unterricht beiträgt, ist das Interesse während des Unterrichts von vielen Schülern ziemlich gering. Werden die Schulen in der Zukunft in Bezug auf die Digitalisierung kooperativer, so sollten die Interessen der Schüler während des Unterrichts wachsen. Dadurch, dass der Unterricht mehr mit ihrem Alltag verbunden wird, haben die Schüler meistens mehr Spaß am Unterricht. „Das Unterrichtsmaterial sei nun aktueller und authentischer […]. Durch das multimedial angereicherte Arbeitsmaterial nehmen die Schülerinnen und Schüler den Unterrichtsstoff umfassender auf, arbeiten selbstständiger und kreativer.“(Quelle (16.06.2020)), sagen Lehrkräfte der digitalen Realschule in Erlangen, die seit 15 Jahren ihren Unterricht neugestalten wollen und dafür auch schon Preise für ihr Schulkonzept erhalten haben.
Das Beispiel der Realschule in Erlangen zeigt, dass Schüler dank des Einsatzes digitaler Medien motivierter am Unterricht teilnehmen und dadurch auch vermutlich mehr lernen. Schüler bekommen Informationen nicht nur durch den Lehrer, sondern auch als visuelle Bilder oder Videos, wodurch sie teilweise verständlicher und anschaulicher sind.

Grafik zeigt einen Kreislauf der digitalen Bildung

Einflussfaktoren auf den Kreislauf der digitalen Bildung

Durch den Einsatz digitaler Medien im Unterricht wird dieser auch anders gestaltet. Der klassische Frontalunterricht, bei dem der Lehrer an der Tafel steht und den Schüler die Lehrstoffe beibringt, gibt es dann in dieser Form immer weniger. Es wird zu einer Zusammenarbeit zwischen Schülern und Lehrern kommen, von dem beide Parteien profitieren. Schüler entlasten den Lehrer und helfen ihnen sich besser mit den neuen Medien vertraut zu machen. Da Schüler aber nicht alles selbständig erarbeiten können, ist für sie dennoch eine Ansprechperson mit Fachwissen und Kompetenz auf der anderen Seite wichtig und vorhanden. Der Zusammenhang zwischen den Lernenden und den Lehrpersonen, sowie dem Unterricht und den digitalen Medien wird mit dem Kreislauf auf der Abbildung beschrieben. Es wird deutlich, dass jeder Bereich des Kreislaufs spezifische Eigenschaften mitbringt. Dadurch, dass jeder Bereich selbst etwas dazu beiträgt und auch von den anderen Teilen lernen bzw. profitieren kann, bleibt der Kreislauf geschlossen. (vgl., Quelle (15.06.2020))

Die Schulen und das Land werden zukünftig wohl immer mehr auf digitale Medien in der Bildung setzen. Zwar gibt noch viele Herausforderungen zu überwinden, aber diese werden im Laufe der nächsten Jahre wohl bewältig werden, wie es schon viele andere Prozesse in der Vergangenheit gezeigt haben. Durch die vielen Beispiele an Schulen, bei denen der digitale Unterricht bereits heute schon eine wichtige Rolle spielt, wird das Erfolgskonzept deutlich und die Schulen werden sich immer mehr anpassen müssen. Der Alltag der Schüler wird mit in die Schule gebracht und sie können sich mit Medien die sie auch in der Zukunft und in der Arbeitswelt begleiten werden, vertraut machen. Das aktuelle Beispiel der Corona-Schulzeit zeigt aber, wie unterschiedlich der Stand an den Schulen in Bezug auf digitale Bildung noch ist. Zwar gibt es Schulen, bei denen obwohl Corona, Unterricht Online gelaufen ist,  jedoch waren auch viele Schulen und Schüler überfordert und es gab viel Diskussionsstoff. In den nächsten Jahren gilt es also auch diese Probleme noch zu überwinden, um deutschlandweit das System/Konzept der digitalen Bildung, beziehungsweise des digitalen Unterrichts, zu verbessern und erweitern.

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Die Chancengleichheit in der digitalen Bildung – Daniel A.

Die Chancengleichheit wird generell in der Bildung und vor allem in der Bildung des deutschen Schulsystems groß geschrieben. Sie hat also einen großen Stellenwert, was man allein daran erkennt, dass sogar Jugendliche, welche nur einen Hauptschulabschluss haben, jederzeit die Chance bekommen, ihr Abitur zu machen und sogar zu studieren. Doch was ist die Chancengleichheit genau und wie könnte sie durch die digitale Bildung verbessert, oder verschlechtert werden?

https://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/zukunft-bildung/174635/strategien-fuer-chancengleichhe

Definition:

Chancengleichheit sagt aus, dass jeder, wie der Name schon sagt, die gleiche Chance bekommen soll, den gleichen Abschluss zu erlangen. Man schaut also, dass keine Kinder vernachlässigt werden. In Deutschland müssen Kinder, um eine höhere Bildung zu erlangen z.B. nicht mehr Schulgeld zahlen, als für eine niedrigere Bildung, da der Schulbesuch in Deutschland generell kostenfrei ist. Dazu gehört auch die Anschaffung von Lernmittel z.B. Bücher.(Quelle(10.06.2020)) Somit können auch Kinder finanziell schwach aufgestellter Familien sogar das Abitur schaffen, ohne jemals in der Schule wegen des Geldes benachteiligt zu sein. Ein weiterer Punkt, welcher in der heutigen Zeit nicht mehr von sehr großer Bedeutung ist, jedoch ein großer Schritt in Richtung Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau war ist der, dass Jungs und Mädchen den gleichen Anspruch auf den gleichen Bildungsabschluss haben und das Geschlecht nicht darüber entscheidet. Dazu kommt, dass auch Kinder mit Migrationshintergrund so gefördert werden, dass sie in der Arbeitswelt mit kaum bzw. keinen Defiziten Fuß fassen und einen guten Beruf erlernen können. Es ist in Deutschland also egal, woher man kommt, welcher Religion man angehörig ist, ob man männlich oder weiblich ist und ob man Muttersprachler ist, oder nicht. Obwohl, wie am Anfang erwähnt, in Deutschland sehr viel Wert auf die Chancengleichheit gelegt wird, sind wir noch weit von dem Punkt entfernt, sagen zu können, wir hätten eine gute Chancengleichheit in Deutschland und kein Schüler würde vernachlässigt. Denn die Grafik Bundeszentrale für politische Bildung zeigt, dass gerade einmal 15% aller Schüler aus niedrigem sozioökonomischem Status ein Gymnasium besuchen. Bei Schülern aus hohem sozioökologischem Status sind es mit 68,7% mehr als 4,5Mal so viele, welche ein Gymnasium betreten(Quelle(15.06.2020)) Doch kann ein digitales Schulsystem die Chancengleichheit wirklich verbessern und falls ja wie?

Ansätze für die digitale Bildung:

Im Bereich der digitalen Bildung gibt es mehrere Konzepte. Microsoft bietet ihr Office 365, welches viele Unternehme für digitale Meetings mit Kunden, oder Kollegen auf der ganzen Welt benutzen, an. Die Education-Version des Office 365-Pakets, ist, soweit auf der Homepage vom Microsoft steht, für die „gesamte Schule kostenfrei“(Quelle (14.06.2020)). Jeder Schüler bekommt also kostenlos die Möglichkeit Microsoft Word, so wie Excel und Powerpoint zu nutzen. Somit haben auch Schüler in Schulen, welche nicht wie die Ehrhart-Schott-Schule Schwetzingen Technik orientiert sind, die Möglichkeiten sich in den grundlegenden Programmen sämtlicher Unternehmen, eine gewisse Grundkenntnis anzueignen, was den Start in das Arbeitsleben deutlich erleichtern sollte. Man benötigt jedoch auch ausgebildete Fachkräfte, welche das Wissen nicht nur anwenden, sondern den Schülern auch beibringen können. Das Office 365 Paket in der Education Variante ist also ein Schritt in die Richtung digitale Bildung, jedoch bringt ein solches Paket ohne speziell ausgebildete Lehrer/innen kaum etwas, weshalb Microsoft schon Fortbildungen anbietet(Quelle(14.06.2020)). Der Punkt, dass Microsoft die Programme kostenfrei zur Verfügung stellt, trägt dazu bei, dass die Chancengleichheit und viel mehr die Gleichberechtigung aller Schüler verbessert wird.

Ein weiteres Konzept, welches das digitale Lernen beinhaltet, jedoch ganz auf die heutige Schulform verzichten möchte, ist das Projekt School of Tomorrow, welches ein Projekt einer Gruppe von Schülern der Ehrhart-Schott-Schule Schwetzingen, unter der Leitung von Frau Tröster ist. Die Schüler haben die Vision eines Klassenzimmers, das an die heutige Zeit bzw. die digitale Welt angepasst ist. Dieses ist in 6 Zonen unterteilt. Die Investigate-Zone, in dem die Schüler sich Wissen selbständig mit Hilfe von digitalen Mitteln, wie IPad und Computer erarbeiten. In der zweiten Zone, die Create genannt wird, wenden die Schüler ihr Wissen an und stellen dadurch ein Produkt her. Darauf präsentieren sie ihren Ergebnisse in der Present-Zone, bevor sich in der Exchange-Zone darüber ausgetauscht wird und weiter Schritte für das Produkt geplant werden. Eine weitere Zone ist die Interact-Zone, in der die Lehrkraft im Gegensatz zu den anderen 5 Zonen nicht nur als Betreuer und Berater fungiert, sondern den Schülern auch per traditionellem Unterricht durch Fragen und Anregungen die weitere Planung des Produkts/Projekts gibt. Zu guter Letzt gibt es die Develop-Zone, in der jeder Schüler in seinem eigenen Tempo lernt.Die sechs Zonen können miteinander zusammenhängend, sowie getrennt von einender genutzt werden(Quelle(14.06.2020)). Bei der School of tomorrow steht also vor allem das selbstständige erlernen verschiedener Themen in dem eigenen Tempo jedes Schülers im Vordergrund. Dazu bilden die 6 Zonen ein Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Lernmethoden des deutschen Schulsystems. Man verbindet die guten Aspekte des analogen Lernens mit den Vorteilen, welche uns die digitalen Medien bieten.

In beiden genannten Ansätzen der digitalen Bildung nimmt der Lehrer eine Rolle als Berater und Betreuer ein. Er kann einzelnen Schüler gezieltere und individuelle Rückmeldung geben, während die anderen Schüler sich durch Lernprogramme arbeiten.

Lerntypen

Um die Verteilung der Chancengleichheit genauer betrachten und vor allem bewerten zu können, müssen wir auch auf die vier verschiedenen Lerntypen der Jugendlichen, welche sich in visuellen, auditiven, motorischen und kommunikativen Typen aufteilen, genauer betrachten. Im derzeitigen deutschen Schulsystem wird jeder der vier genannten Typen mehr oder weniger mit in den Unterricht eingebracht. Dadurch haben Schüler mit verschiedenen Lerntypen auch fast die gleichen Chancen, auf ihre Kosten zu kommen. Dies muss man bei der digitalen Umstellung auch beachten.

Für den visuellen Typ der, wie der Name schon sagt, viel visuell lernt, sollte das kein Problem sein. Er lernt mit „Schaubilder(n), Skizzen, Diagramme(n) und Filme(n)“(Quelle(15.06.2020)). Das wird im Internet massenhaft angeboten. Und nicht nur das. In fast allen Lernplattformen, wie Lernhelfer und ähnlichem, was man für das digitale Lernen nehmen kann, sind genügend visuelle Lernhelfer dabei.

Bei dem auditiven Lerntyp stellt das digitale Lernen ebenfalls keine Schwierigkeiten da. Es gibt genug Videos, egal ob für Mathematik von Daniel Jung, oder für sämtliche Naturwissenschaften, von „The simple Club“. Einzelarbeiten, oder Arbeitsblätter, welche selbst erarbeitet und ohne Besprechung mit der Lösung verglichen werden, währen für diesen Typ ungeeignet.

Ebenfalls problematisch wäre eben genanntes für die kommunikativen Lerner, welche vor allem durch Fächer wie Deutsch und Geschichte profitieren. Man hat jedoch hierfür Programme wie Microsoft Teams, in welchen während der 2,5 monatlichen Corona-Schulschließung der Unterricht stattfand.

Praktische Anwendungen, sowie Gruppenaktivitäten sind gut für den motorischen Lerntyp. Dafür ist das Projekt „school of tomorrow“ perfekt, da der Schüler seinem motorischen Lerntyp in der Create-Zone freien Lauf lassen kann. Hier werden kreativ die Projekte erarbeitet, egal ob durch Plakate gestalten, oder Videos drehen und erstellen. Visuell Dinge zu erlernen wird für den motorischen Lerntyp schwer. In der heutigen Zeit muss man jedoch viel digital erlernen, weshalb es für diese Schüler umso wichtiger ist nicht nur digitalen Unterricht zu haben.

https://www.tagesspiegel.de/wissen/bertelsmann-studie-zu-nachhilfeunterricht-nachhilfe-ist-teuer-und-hilft-wenig/12881588.html

Sowohl die Ansätze der digitalen Bildung, als auch die verschiedenen Lerntypen, spielen meiner Meinung nach eine sehr große Rolle in der Entwicklung eines digitalisierten Schulsystems. Man hat vor allem während der Schulschließungen Mitte März des Jahres 2020 und des darauffolgenden Online-Unterrichts sehen können, dass online Unterricht machbar ist. Jedoch habe ich von anderen Schulen, sowohl durch Freunde, als auch durch Familienmitglieder mitbekommen, dass die Ehrhart-Schott-Schule Schwetzingen bei dem Thema Online-Unterricht sehr gut aufgestellt und strukturiert ist. Man bräuchte also erst einmal einheitliche Programme für alle Schulen. Des Weiteren müsste man die Anschaffung digitaler Endgeräte irgendwie finanzieren. Hier spielt die Chancengleichheit, vielmehr die Startchancengleichheit, also das was man durch das Elternhaus geboten bekommt eine große Rolle. Wie am Anfang erwähnt, ist das deutsche Schulsystem darauf ausgelegt, jedem Schüler die gleiche Chance zu geben. Um das beizubehalten, dürfte man nicht von den Schülern verlangen, dass sie sich ihre Tablets, Laptops, etc…, selbst kaufen, sondern müsste diese stellen. Das würde lange dauern und wäre sehr kostenintensiv. Doch nicht nur die Kosten und das Internet, was in Deutschland ausbaufähig ist, sind Risikofaktoren für die digitale Bildung. Man bräuchte ein gutes Konzept, um sowohl die positiven Aspekte der digitalen Bildung, wie das Erlernen von Excel, Word und PowerPoint, mit den positiven Aspekten des heutigen Schulsystem zu verbinden. Dinge wie Gruppenarbeit und Diskussionen können zwar im Rahmen des digitalen Unterrichts geführt werden, sie sind jedoch kaum mit „realen Debatten“ zu vergleichen. Ein letzter und dennoch sehr wichtiger Punkt, wie ich finde ist die Nachhilfe für Schüler mit Defiziten.  Die Lehrer können, wie bereits erwähnt den Schülern individuelle Rückmeldung und vielmehr Unterstützung bieten. Jedoch reicht die Zeit nicht aus, um sich um jeden Schüler intensiv zu kümmern und diesen zu fördern, sodass jeder alles perfekt versteht. Die Nachhilfe wird also immer noch von einigen Schülern gefordert, wobei die Chancengleichheit leiden würde. Denn „Eltern geben jährlich fast 900 Millionen Euro“(Quelle(16.06.2020)) nur für die Nachhilfe ihrer Kinder aus.

In der Tabelle des Tagesspiegels(Quelle(16.06.2020)) ist gut zu erkennen, dass Gymnasiasten zwar oftmals die meiste Nachhilfe benötigen, jedoch sind nicht gymnasiale Schulformen nur knapp dahinter. Ich denke, dass viel Eltern sich aber die Nachhilfe ihre Kinder nicht, oder nur schwer leisten können. Gäbe es ein digitales Schulsystem, hätten die Schüler, wie ich denke, viel mehr Möglichkeiten, außerschulisch ihre Defizite in schlechten Fächern zu verbessern. Das kann man mit Hilfe der Lernprogramme machen, wodurch Eltern kein Geld mehr für Nachhilfe ausgeben müssen.

Fazit:

Prinzipiell bin ich ein Befürworter des digitalen Schulsystems, wenn man auf die Chancengleichheit schaut. Natürlich wird es negative Aspekte dessen geben, wie z.B. dass man sich im online Unterricht leicht zurücklehnen, ausruhen, oder sogar komplett ausklinken kann. Deshalb wäre aber die School of tomorrow ein guter Kompromiss, der die heutige und die digitale Schulform verbindet. Man hätte viele digitale Aspekte im Unterricht und könnte theoretisch auch Homeschooling machen. Dazu gibt es weiterhin noch Präsenzunterricht, wenn auch in einer abgespeckten Form. Dadurch lernen die Jugendlichen, wie man Diskussionen führt und sich in einer größeren Gruppe verhält. Dazu lernen sie die neuen Technologien, welche ein wicht

iger Aspekt für das Arbeitsleben sind. Ich denke, wenn man die school of tomorrow mit dem online Unterricht verknüpft, wird man die beste Chancengleichheit und vor allem dem Start in die Arbeitswelt für Jugendliche schaffen.

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Was für ein Potenzial steckt in der App-Entwicklung? – Arnold H.

Früher konnte man sich nicht vorstellen, dass die App-Entwicklung so unser Schulleben verändert. Wer hätte je gedacht, dass jeder Schüler sein eigens Schul-Tablet besitzt, von zu Hause schon sieht ob ein Unterricht entfällt, per Klick seine Daten mit seiner Klasse teilen kann oder optimal sich das benötigte Wissen spielerisch und leicht erlernen kann. Und über welche Apps dürfen wir uns schon in der Zukunft freuen, welche unseren Schulalltag verbessern und erleichtern sollen.

Das Tablet

Bei der App-Entwicklung geht es nicht nur um die App selber sondern auch um das Gerät auf welchen die App ihren Einsatz findet. So ist die App-Entwicklung an den Technischen Fortschritt gebunden, dass heißt das Tablet ist hier der „Bottleneck“ (Flaschenhals) welcher die App-Entwicklung zurückhält. Daher kann man nicht einfach eine Schulapp entwickeln die zum Beispiel ihre Anwendung in dem Fach Physik findet, in der man Experimente simulieren könnte, welche man nicht im normalen Unterricht durchführen kann. Wir benutzen aktuell das „Samsung Galaxy Tab a6“ in unserer Klasse. Dieses Tablet ist optimal für Word, Excel und PowerPoint jedoch kann man schwer gute Lernvideos erstellen da, dass verbaute Mikrofon keine gute Soundqualität hat und zudem die Leistung des Geräts nicht ausreicht, um mit einem gescheiten Videobearbeitungsprogramm zu arbeiten. Jedoch gibt es auch Tablets mit mehr Leistung jedoch sprengt der Preis der Geräte meist das Schulbudget.

Heutige Anwendungen für eine bessere Bildung

Wir sind in dem 21 Jahrhundert und heutzutage werden von den Schülern andere Schlüsselkompetenzen gefordert als vor über 20 Jahren. „Es ist daher wichtig, neue Organisationsformen für das Lernen einzuführen, die individuelle Lernwege ermöglichen.“ (Quelle (26.06.2020). Daher gibt es immer mehr Apps, die den Schülern individuelles Lernen und mehr Eigenverantwortung beibringen. In der heutigen Zeit haben wir schon eine Unmenge an Schulapps die den Schülern ihr Schulleben vereinfachen sollen. Hier finden Sie die sinnvollsten Apps, die den Schüleralltag verbessern.

Untis

Untis ist eine Schulapp mit der man seinen Stundenplan live verfolgen kann. Man kann schon im Voraus sehen ob eine Unterrichtsstunde entfällt oder ob diese verschoben wird. Ein weiterer Vorteil der App ist, dass man auf einen Blick alle Klassenarbeitstermine sieht und sieht in welchen Räumen der Unterricht stattfindet. Messenger wie „Whatsapp“ sind für Lehrer verboten und daher sind Klassengruppen mit Lehrern in „Whatsapp“ illegal. Obwohl ein Chat zwischen Lehrer und Schüler den Schulalltag für alle angenehm macht. Wenn Schüler zu spät kommen können diese sich mit einer kurzen Nachricht melden oder wenn ein Lehrer Dokumente an Schüler verteilen möchte kann dieser die Daten über den Messenger verteilen. Schuld an dem Verbot ist die „DSGVO“ denn Schuldaten, die in Whatsapp gesendet werden, landen auf den Whatsapp-Servern in der USA und so ist kein Schutz für die Daten nicht mehr gewährleistet. (vgl., Quelle (26.06.2020)) Seit dem „11.02.2020“ (Quelle (26.06.2020) hat der Entwickler der App einen Messenger herausgebraucht der es erlaubt einen Chat zwischen Lehrer und Schüler zu führen. Die Server des Messenger stehen in Deutschland und werden dort auch verarbeitet.

Quizlet

Eine App, die den Schülern spielerisch Vokabeln beibringt und sie optimal auf den nächsten Vokabeltest vorbereitet. Egal ob Spanisch, Englisch oder auch Deutsch, Quizlet ist an keine Sprache gebunden. Jeder der sich kostenlos registriert kann ein Vokabellernset erstellen und wenn man es auch möchte es auch veröffentlichen. Damit jeder von dieser App profitieren kann müssten viele Lehrer geschult und von der Benutzung der App überzeugt werden. Die App weckt in den Schülern Motivation, um eine Sprache spielerisch zu erlernen und so lernen die Schüler selbstständig und individuell mit verschiedenen Wiederholungsmöglichkeiten. „Vor allem im Bereich „Sprachen lernen“ werden durch dieses Prinzip grundlegende Erkenntnisse realisiert, die davon ausgehen, dass Sprache vor allem durch den Gebrauch gelernt wird.“ (Quelle (26.06.2020)

Nextcloud

Eine Cloud wie zum Beispiel „Nextcloud“ ist für eine Schule kaum weg zu denken. Noch nie war es so leicht Daten in der Klasse auszutauschen. Während der Corona-Krise war die Benutzung einer Cloud essentiell von Bedeutung. Lehrkräfte konnten ihre Schulmaterialen so den Schüler schicken und auch wieder einsammeln zum Korrigieren. Ein weiterer Vorteil einer Schulbasierten Cloud ist, dass man genau weiß wer zugriff auf welche Daten hat und so kein Unbefugter zugriff auf private Daten bekommt. Doch wenn die Server der Cloud gewartet werden oder auch ausfallen kommt man nicht mehr an die hochgeladenen Dateien.

Seminarkurs

Dank Anbieter wie „Thunkable“ kam an unserer Schule ein Seminarkurs mit dem Thema „App-Entwicklung“ zustande. Thunkable ist eine Webseite, mit der jeder ohne Programmierkenntnisse eine App programmieren kann. Natürlich entsteht eine App dort nicht aus dem Nichts, sondern man programmiert mit Code-Blöcken. Die Blöcke zieht man einander und ein Block enthält einen fortgegebenen Code. So ist man stark beschränkt auf die dort vorgegebenen Code-Blöcke aber dafür benötigt man keine besonderen Kenntnisse und so kann man mehr Schüler für IT begeistern. Das Ziel unseres Kurses war es eine Schulapp zu programmieren welche es dann im PlayStore und im Appstore zu downloaden gibt. Am Ende kam doch keine Schulapp zustande, sondern viele kleine Apps. Da die Code-Blöcke, welche uns die Entwicklung vereinfachen sollten, am Ende der Grund für das Scheitern der App verantwortlich waren da diese uns stark beschränkt haben. Endete unser Seminarkurs als Pilotenprojekt für die nächste Klasse.

Auf was wir uns einstellen können

Mit dem technischen Fortschritt werden den App-Entwickler immer mehr Türen geöffnet. So wird mit der Zeit die App-Entwicklung immer wertvoller für die Bildung da sie immer mehr in den Unterricht integriert wird und die Schüler beim Lernen unterstützt.

Virtual Reality

Mit VR wird der Unterricht auf eine neue Ebene gebracht. Schüler können problemlos in digitale Welten eintauchen und zum Beispiel eine Sprache durchs simulierte besuchen eines anderen Landes erlernen. Dort könnten die Schüler mithilfe von schon auf-gesprochenen Audiospuren mit „NPC´s“ kommunizieren und ihre Sprachkenntnisse verbessern. VR-Technik ist aktuell noch sehr teuer da sie noch nicht fertig entwickelt worden ist. (vgl., Quelle (26.06.2020)). Aktuell haben wir an unserer Schule ein Projekt welches Augmented Reality verwendet. AR ähnelt VR jedoch kann man mit der Umgebung interagieren. So kann man zum Beispiel Baupläne in Echtzeit für einen Schüler projizieren damit dieser etwas zusammenbauen kann ohne einen Bauplan lesen zu können.

Videoschnitt-Apps

Videoschnitt ist ein sehr interessantes Thema. Schüler die ihre eigenen Lernvideos erstellen arbeiten sich meistens tiefgründiger in ein Thema ein als wenn sie es einfach nur im Unterricht besprechen und zu dem profitieren andere Schüler von den Videos da sie mit den Videos besser ein Thema verstehen können. Die Welt hat die besten Apps für die Videobearbeitung getestet und hat einen Artikel über die Top 5 „besten Videoschnitt-Apps im Test“ geschrieben. Top 5 der besten Apps trägt den Namen „Video Editor“ und ist ausschließlich nur für Android verfügbar. Doch an dem Ergebnis des Tests merkt man, dass man stark beschränkt ist da die App mit der Note 4,08 in dem Test erzielte. Da viele Tablets nicht die benötigte Leistung erbringen können, um eine gute Videoschnitt-App zu programmieren müssen viele Apps darunter leiden. So Rendern die Videos am Ende in einer sehr niedrigen Auflösung, um eine Überhitzung des Tablets zu vermeiden. Top 1 des Tests ist die App „iMovie“ und ist ausschließlich nur für Apple-Geräte verfügbar. Sie erzielte die Note 1.91 und rendert dementsprechend in Full HD. (vgl., Quelle (25.06.2020)) Jedoch ist die App von Apple selbst entwickelt und sie genau wissen wie viel Leistung ihre Geräte hergeben und jedoch zahlt man bei Apple bei den Geräten viel für die Marke.

Fazit

Die heutigen Apps helfen bereits den täglichen Schulalltag zu verbessern. Doch in der Zukunft werden noch mehr Apps den Schulalltag optimieren und uns neue Lernmethoden und Möglichkeiten schaffen. Die Bildung des 21. Jahrhunderts ist geprägt von der App-Entwicklung und sie wird unser Schulleben noch massiv zum positiven verändern.

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By |2020-06-26T19:29:38+00:0011. März , 2020|Entwicklung Bildung|0 Comments

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