//Um was geht’s bei dem Thema: erhöhter Energieaufwand durch Cloudspeicherung und Streaming?

Um was geht’s bei dem Thema: erhöhter Energieaufwand durch Cloudspeicherung und Streaming?

Gerade in Zeiten von COVID-19 ist Homeoffice und somit die Cloudspeicherung ein unverzichtbares Mittel für unseren Alltag.

Der normale Tagesablauf hat sich durchweg geändert. Aufstehen, seine Stunden für die Arbeit erledigen, die darauf folgende freie Zeit in Langeweile absitzen und anschließend wieder im Land der Träume versinken. Ein neuer langweiliger Zyklus der täglich unseren Alltag füllt.

Um die Zeit der Langeweile überbrücken zu können greifen die meisten früher oder später, auf die Nutzung des Internets zurück. Dabei vor allem auf jegliche Social-Media-, sowie Streaming-Plattformen (Netflix und Co.). Dies führt neben der zusätzlichen Belastung durch das Homeoffice unvermeidbar zu der Überlastung des gesamten Netzes. Da die Nachfrage sehr hoch ist und durch die aktuelle Situation stetig steigt, wächst folglich auch der Energieaufwand. Doch was ist mit dem steigenden Energieaufwand verbunden? Welche Bereiche haben besonders negative Auswirkungen und was für Folgen hat der immer mehr steigende Energieaufwand für unsere Umwelt?

Die beste Lösung für die Umwelt wäre natürlich, den Energieaufwand zu reduzieren. In einem Jahrhundert wie diesem, in dem sich die Technik rasant weiterentwickelt, wird der Wunsch danach jedoch immer schwieriger umsetzbar. Ist also eine Reduktion überhaupt denkbar? Und wenn ja, wie können wir das erreichen? Wäre das Investieren in alternative Energien sinnvoll, besonders in Bezug auf die Forderung des Energiesparens? Welche Möglichkeiten würde es geben? Und würde dies genügen, um die Natur zu entlasten?

Hey, wir sind Pia und Vanessa und wollen euch in dieses Thema einführen und damit vertraut machen. Wir hoffen euer Interesse damit zu wecken und euch zum Nachdenken anregen zu können.

Energieaufwand durch Cloudspeicherung & Streaming?

Gerade in Zeiten von COVID-19 mussten viele ihre Arbeit ins Homeoffice verlegen, was durch die Cloud ziemlich vereinfacht wurde. Viele Angestellte und Schüler konnten dadurch ihre täglich zu erledigenden Aufgaben absolvieren.

Aus der Mannheimer Corona-Studie, welche im Zeitraum vom 20. März bis zum 31. März 2020 aufgestellt wurde, geht hervor, dass etwa 21,2 Prozent der Deutschen Arbeitnehmer Gebrauch von Homeoffice machen (vgl. Quelle). Doch nicht nur im Arbeitsleben, sondern auch im Bereich der Freizeit ist die Cloud ein ständiger Begleiter. Unser Alltag wird immer mehr vom Internet geprägt. Der Wille, oder schon fast die Verpflichtung dauerhaft erreichbar sein zu müssen und zusätzlich die Freizeit so individuell wie möglich gestalten zu wollen, ist ständig vorhanden. Die Zeit des Fernsehens über Satelliten bezüglich der Freizeitaktivitäten neigt sich immer mehr dem Ende zu und Streaming gewinnt mehr und mehr die Oberhand. Kein Einschalten mehr des Fernsehers, um zu hoffen, dass etwas kommt was einen interessiert. Kein durchblättern der TV-Zeitungen, um das Programm sehen zu können, das einen anspricht. Nein, das gehört mehr und mehr der Vergangenheit an. Streaming ermöglicht es uns immer das anschauen zu können, was man möchte und wann man es möchte.

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Doch so läuft es nicht nur mit dem Streaming. Nein, auch die Cloudspeicherung nimmt stetig zu. Die Technologie wird immer besser und neue Möglichkeiten öffnen sich den Menschen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Aufnehmen von Bildern. Im zwanzigsten Jahrhundert nahmen die Menschen sehr selten Bilder auf. Sie haben das Medium noch wertgeschätzt, da es etwas Besonderes und zugleich auch Teures war. Heutzutage wird ein Foto nach dem anderen geschossen, wodurch die Wertschätzung des einzelnen Bildes zum einen verloren gegangen ist und zum anderen immer mehr Speicherplatz verbraucht wird. Doch nicht nur Bilder sind hierbei das Problem, sondern auch andere Daten, wie Mails, Dokumente, sowie Kalendereinträge und Kontakte, die alle auf der Cloud gespeichert werden. Der ohnehin schon eingeschränkte Speicher unseres Endgerätes wird dadurch immer voller. Die Lösung dafür scheint perfekt zu sein. Schnell und bequem lassen sich die Daten in der Cloud speichern. Besonders in Bezug auf Homeoffice war und ist die Cloud ein Retter in der Not.

Die Nachfrage danach wächst stetig und die Aufklärung zum verwendeten Stromverbrauch und dessen Folgen für unsere Umwelt ist sehr mangelhaft. Aufgeklärt wird besonders über die Folgen der Digitalisierung auf die Gesundheit. Dabei wird vor Burnouts besonders gewarnt.  Der Stromverbrauch wird fast schon verschwiegen. Jedem ist bewusst, dass seine elektrisch angetriebenen Geräte Strom verbrauchen. Doch das kritische Hinterfragen, wie groß der gesamte Verbrauch letztendlich ist und welche Auswirkung dieser auf unseren Planeten hat, fehlt.

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Was ist überhaupt die Cloudspeicherung und wie funktioniert sie?

Der Begriff Cloud, welcher auf deutsch Wolke bedeutet, existiert im Zusammenhang des Bereiches der Computersysteme schon seit den 1990er Jahren (vgl. Quelle). Dieser Bereich lässt sich mit dem Austausch von Daten mittels verschiedener Geräte, wie z.B Desktop-Rechner, Server, Tablets und Smartphones, gut beschreiben. Oft wird auch der Begriff „Cloud Computing“ (Quelle), auf deutsch Rechner- oder auch Datenwolke, verwendet. Dieser impliziert eine IT-Infrastruktur, welche durch das Internet ermöglicht wird. Mit inbegriffen sind hierbei nicht nur der übliche Speicherplatz, mit welchem die Cloud oftmals nur in Verbindung gesetzt wird, sondern auch Rechenleistung oder Anwendungssoftware als Dienstleistung. Einfach gesagt kann man sich also die Cloud als mehrere Wolken vorstellen.  ein großes Netz und bilden dadurch eine IT-Infrastruktur. Diese Struktur ermöglicht es, dass verschiedene Daten nicht lokal auf dem Rechner gespeichert werden müssen, sondern einfach über das Internet abgerufen werden können. Dabei lässt sich die Analogie der Wolke so ableiten, dass der Benutzer nur wenig von den Vorgängen innerhalb der Infrastruktur sieht. Was bedeutet, dass der Nutzer der Cloud nur die Oberfläche sieht und nicht die Arbeit, die dahinter steckt. Er weiß also nicht, auf welchem Rechner die Daten abgelegt wurden, noch welche Rechner an einem Vorgang beteiligt waren. Im Grunde sieht der Konsument nur die Daten, die er abrufen möchte und diese sollten im Normalfall jederzeit und überall für die berechtigten Personen verfügbar sein.

Was ist Streaming und wie funktioniert es?    

Neben der Zunahme der Datenspeicherung über die Cloud erfreut sich auch das Streaming immer größerer Beliebtheit. Gemütlich wird einfach das im Internet geschaut, auf was man gerade Lust hat und zu der Zeit, zu der man möchte. Um Streaming besser verstehen zu können, kann man sich vorstellen, dass Streaming ein Teil der Cloud ist. Diese Cloud bildet, ohne dass wir es sichtlich wahrnehmen können, eine IT-Infrastruktur. Dadurch können wir also nicht nur unseren Speicher schonen, mittels der oben erwähnten Cloudspeicherung, wir können über die Cloud auch streamen (vgl. Quelle). Aber wie funktioniert das?

Die offizielle Definition laut Duden zum Streaming ist, dass es ein „Datenübertragungsverfahren, bei dem die Daten bereits während der Übertragung angesehen oder angehört werden können [und nicht erst nach der vollständigen Übertragung der Daten]“ (Quelle).

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Darunter versteht man das Abspielen von Audios und oder Videos – oder natürlich beidem – über das Internet. Dazu wird das gewünschte Medium nicht erst vollständig abgespeichert und spart somit viel Speicherkapazität. „Streaming stellt ein Mittel zum Senden und Empfangen von Daten (wie Audio bzw. Video) in einem kontinuierlichen Datenfluss über ein Netzwerk dar“ (Quelle). Durch eine stabile Internetverbindung kann der Konsument nun das gewünschte Medium, wie z.B. einen Film, starten. Während des Abspielens werden die restlichen Daten empfangen und der Film kann flüssig abgespielt werden.

Doch wie verwirklichen Unternehmen, wie Netflix und co, die Bereitstellung Ihrer Inhalte im Internet?

Dies wird mittels Server oder Cloud-Plattformen verwirklicht. Auf diesen können sie ihre Inhalte, welche sie bereitstellen möchten, speichern. Die großen Unternehmen wie Netflix greifen außerdem auf „Content-Delivery-Netzwerke“ zurück. Das bedeutet, dass die beliebtesten Inhalte in der Nähe des Standortes der Verbraucher „gecacht“ werden (vgl. Quelle). „Der Begriff Cache kommt aus dem Französischen und bedeutet im eigentlichen Sinn „Versteck“. Es handelt sich bei einem Cache im IT-Umfeld um einen schnellen Pufferspeicher, der wiederholte Zugriffe auf Daten beschleunigen soll“ (Quelle).

In diesem Bezug heißt es also so viel wie, dass es durch einen schnellen Pufferspeicher ein langsames Hintergrundmedium oder aufwendige Neuberechnungen vermieden werden soll. Dadurch werden Latenz, Verzögerung und Bandbreite so gut es geht verringert (vgl. Quelle)

Unter Streaming zählt man im großen und ganzen Musikplattformen, wie zum Beispiel: Apple Music, Amazone Prime Music und Spotify, sowie Videoplayer, also YouTube, Netflix, Amazone Prime Video, Disney+ und viele weitere Audio- und Videodienste. Dazu kommen noch einige Arten von Apps und Spiele die wir aktiv nutzen.

Doch was hat das alles nun mit unserer Umwelt zu tun?

Was hinter der Cloudspeicherung und dem Streaming steckt sollte nun klar sein. Sicherlich kommt jetzt die Frage auf, was das alles mit dem Energieaufwand zu tun hat und warum dieser unserem Planeten so enorm schadet.

Um sich ein klareres Bild der Situation schaffen zu können, sollen nun Rechenzentren erklärt werden.  Die Rechenzentren sind Gebäude bzw. Räumlichkeiten, in welchen sich die Rechentechnik befindet. Das heißt, dass sich in diesen Gebäuden z.B. die Server befinden, auf denen die Daten abgelegt werden – also die Cloudspeicherung. Diese Rechenzentren sind zum einen auf der ganzen Welt verteilt und zum anderen sind entweder nur ein oder mehrere Unternehmen/Organisationen dort untergebracht. Mithilfe der Glasfaserkabel bilden sie die notwendige Infrastruktur, die wir zum surfen im Internet brauchen.

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Kühlung per Klimaanlage

Kühlung per Klimaanlage

Kühlung per Wasser

Das alles ist schön und gut, dennoch gibt es auch hier ein großes ABER, denn nichts gibt es zum Nulltarif! Dieses große aber bezieht sich nämlich auf den Stromverbrauch. Ich würde mal schätzen,  dass die Mehrheit der Nutzer der Cloud nicht weiß, wie viel Strom sie bei ihrer Verwendung letztendlich verbrauchen. Der komplette Stromverbrauch ist nicht nur der Akkuverbrauch des Endgeräts, welches der Konsument verwendet. Nein, das Gerät ist schließlich noch mit weiteren Geräten vernetzt. Der größte Faktor und dadurch auch der Energieaufwändigste sind die Rechenzentren. Wenn man die Rechenzentren nämlich aus Sicht der Physik mal genauer betrachtet, erkennt man, dass ein Rechenzentrum im Groben eigentlich einer großen Flächenheizung ähnelt. Den Zentren wird elektrische Energie zugeführt und diese wird zu großem Teil in Wärme umgesetzt. Doch das ist eigentlich nicht der Sinn der Sache! Denn die leistungsfähigen Server und die ganze Technik außen rum, muss heruntergekühlt werden. Dafür gibt es mehrere Methoden .  Die eine und somit einfachste Methode ist die übliche Klimaanlage. Jedoch muss man bei dieser Lösung den enorm hohen Energieaufwand deutlich hervorheben. Die zweite Methode ist mittels Wasser zu kühlen. Diese Lösung ist aber um einiges komplizierter in der Umsetzung und wird dadurch auch seltener verwendet. Dieser Bereich ist zwar schon energieaufwendig genug, dennoch kommt ein weiterer Faktor dazu.

Um Datenverluste zu verhindern, benötigen die Rechenzentren durchgängig Strom. Bei einem Stromausfall, auch wenn dieser nur einige Sekunden dauert, würden Daten verloren gehen. Dadurch gehen die Betreiber von Rechenzentren immer den sichersten Weg. Sie verwenden eine USV – also eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Sie bekommen ihren Strom nicht nur von einem Kraftwerk, sondern von mehreren. Würden sie sich nur auf ein Kraftwerk verlassen, dann wäre die Gefahr viel zu hoch unter einem Stromausfall leiden zu müssen. Bei den kleinsten Unterbrechungen wird direkt auf die USV oder bei längerem Ausfall auf den Notstrom zurückgegriffen. Dieser Notstrom kommt oftmals von einem sehr großen Dieselgenerator. Die Notlösungen sind, zusätzlich zu dem schon hohen Stromverbrauch des Normalbetriebes, eine weitere sehr hohe Belastung. Denn sowohl die USV, als auch der Dieselgenerator müssen ständig Betriebsbereit sein. Das heißt, dass z.B der Dieselgenerator immer mal wieder vorgeheizt werden muss, damit die höchstmögliche Zuverlässigkeit, bei einem Stromausfall oder auch kleineren Unterbrechungen, geschaffen werden kann (vgl. Quelle). Die Folge davon ist, dass sehr viel Strom nur durch die Betriebsbereitschaft verschwendet wird. Summiert man diese ganzen Faktoren nun, erkennt man, dass die Rechenzentren enorm viel Strom verbrauchen, welcher erst einmal erzeugt werden muss.

Lösungsvorschläge

Doch es gibt für fast jedes Problem eine Lösung. Wie bei vielem hat die Menge einen großen Einfluss auf das Endergebnis.  Denn wenn die Menschen nichts von der Problematik wissen, können sie sich auch schlecht in Ihren Verhaltensmustern anpassen, weshalb die Aufklärung über den bewussten Umgang wichtig ist.

Zum Ende hin möchte ich also noch ein paar Fakten vorführen und zeigen was jeder einzelne Konsument tun kann.

Wenn man etwas nicht weiß, wird heutzutage einfach gegoogelt. Jedoch ist einem gar nicht bewusst, wie viel Energie dadurch letztendlich verbraucht wird. Bei 200 Suchanfragen ist die Energie dahinter gleichzusetzten mit der eines gebügelten Hemdes (vgl. Quelle). Für die bessere Vorstellung – 20-mal googeln verbraucht in etwa so viel Energie, wie wenn man eine Stunde lang eine Energiesparlampe brennen lassen würde (vgl. Quelle). Das wirkt auf den ersten Blick gar nicht viel, jedoch könnte man einige Suchanfragen auch einfach sein lassen und dadurch Energie sparen für die Umwelt. Doch googeln hat im Vergleich zum Streaming gar nicht so einen starken Einfluss auf den Energieverbrauch. Schon alleine, wenn man 30 Minuten lang streamt wird bereits so viel CO2 freigesetzt, wie eine sechs Kilometer lange Autofahrt (vgl. Quelle). Dabei dachte man immer, bleib lieber zuhause, dann verbrauchst du kein Sprit und schützt dadurch auch die Umwelt, da du nur wenig CO2 freisetzt. Wenn man diesen Gedankenfluss weiterführt, kommt man zu dem Ergebnis, dass man anstatt mit dem Auto 20 km zu fahren vermutlich mehrere Stunden streamt.

Hier ein paar Ansatzpunkte die Jeder einzelne verfolgen kann, um die Umwelt mehr zu schonen:

  • Alte Emails löschen zur Entlastung der Cloud
  • Daten, die oft gebraucht werden, eher auf einem lokalen Speicher speichern und die Cloudspeicherung so gering wie möglich halten
  • Bewusster im Umgang mit dem Internet werden – Googeln, streamen usw. reduzieren
  • Darauf achten, wie der Strom des Streaming-Dienstes erzeugt wird – „Green-Computing“ (Quelle)
Blogbeitrag von Pia Benke

Chance auf einen Neuanfang durch die Investierung in Alternative Energie?

Seit vielen Jahren ist die Umwelt und wie wir mit ihr umgehen ein groß umstrittenes Thema. Das machte sich in den letzten Monaten deutlich bemerkbar. Durch die viele Demonstrationen gegen den Klimawandel, sprich „Fridays for Future“, wo viele Menschen, ein Großteil davon Schüler, auf die Straße gingen um ihre Stimme, für einen besseren Umgang mit der Umwelt, zu erheben. Dabei geht es, um Nachhaltigkeit und die bestmögliche Lösung die Natur zu entlasten.

Alternative oder auch erneuerbare Energien ist allen ein Begriff, der größtenteils mit positiven Aspekten im Bezug zur Umwelt und der Nachhaltigkeit stehen. Hier arbeiten nämlich Natur und Mensch im Einklang – sprich zusammen und nicht gegeneinander. Der Mensch zieht seinen Nutzen aus der Natur, ohne ihr hierbei zu schaden. Die dabei entstehende Energiegewinnung erfolgt durch die Verwendung der Sonne, dem Wind, der Strömung von Flüssen oder auch der Geothermik. Diese kann dementsprechend für Wärme, Strom oder auch Kraftstoff eingesetzt werden.

Wer kennt denn nicht die großen, blauen Solaranlagen, die das Dach fleißig vor der Sonne schützen? Oder die großen Windräder, die das Landschaftsbild mit ihren drehenden Flügelchen schmücken? – Wahrscheinlich jeder, denn sowas sticht einfach ins Auge.

Wäre denn ein kompletter Umstieg auf alternative Energie die optimale Lösung, die den Energieaufwand senken würde, ohne dass wir auf unsere geliebten Streamingdienste verzichten müssten? Welche verschiedenen Möglichkeiten bezüglich alternativer Energien gäbe es und welche Chancen würden diese mit sich bringen? In welche davon wäre es am Sinnvollsten zu investieren, damit die höchste Effektivität für Mensch und Umwelt erzielt werden kann, mit Bedacht der letztendlichen Umsetzung und der Kosten, die diese mit sich tragen.

Durch technologische Verbesserungen wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien immer wirtschaftlicher“, das bringt mit sich, dass die Preise immer weiter über die Jahre senken und die Nachfrage dafür weiter steigt.  Doch es gibt immer noch Menschen, die diese Option der Energiegewinnung nicht wahrnehmen oder einfach nicht in Anspruch nehmen wollen, aus Angst die Preise könnten wieder zunehmen, wenn dies doch scheitern könnte. Verständlich, wenn man so darüber nachdenkt. Immerhin ist man noch am Anfang des großen Ganzen was die technologische Entwicklung erneuerbarer Energie angeht. Andererseits muss man bedenken, dass das Investieren in Alternative Energie in dem Punkt auf jeden Fall sinnvoll ist, da unsere herkömmliche Energie aus den „fossile[n] Energieträgern“ durch die ständige Nutzung in mehreren Jahren möglicherweise verbraucht sein wird. Und wo bekommen wir dann unsere Energie her, wenn wir nicht jetzt schon anfangen mehr Aufmerksamkeit auf Regenerative Energien zu legen? Kehren wir dann in die alten Zeiten zurück, wo man noch bei Kerzenlicht morgens sein Frühstück zubereitet hat und seine Zeit dann schmollend damit verbringt, sich mit Büchern zufrieden zu geben, da der Fernseher keine bunten Bildchen mehr abspielt? – Ich denke, dass kann und will man sich nicht vorstellen, wenn man schon das Privileg der heutigen Technologie genossen hat und vor allem damit aufgewachsen ist. (vgl. Quelle)

Gerade jetzt zu Zeiten COVID-19, ist es fördernd in Regenerative Energien zu investieren, da diese die Wirtschaft, die mit am meisten unter der Coronakrise leidet, stärken würde. Bedenkt man das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), welches nun im Gespräch zu neuen Änderungen bezüglich der Absenkung von Stromkosten ist, dann wirft diese zusätzlich ein Attraktives Bild für manch anderen, der einen Wechsel zu erneuerbarer Energie plant oder es in Betracht zieht, auf sich. (vgl. Quelle)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist „das zentrale Steuerungsinstrument“, welches die Aufgabe des Ausbaus von Erneuerbarer Energien trägt. Das Hauptziel des Gesetzes ist es, die Energieversorgung so umzulegen, sodass bis Ende 2050, 80% unserer Stromversorgung aus erneuerbaren Energien stammen. Unterstützt wird diese Idee des Ausbaus, ganz besonders von dem Klima- und Umweltschutz, da dieser zur Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung beiträgt. Unter Anderem dient das EEG zu einem Voranschreiten der Technologie, der Senkung der Kosten für das Nutzen Erneuerbarer Energien und dem dadurch geringeren zurückgreifen auf fossile Energien. (vgl. Quelle)

Formen von alternativer Energie und ihre Vor- und Nachteile auf einem Blick

Eine Möglichkeit der Alternativen Energie ist die Sonnenenergie. Die Sonne scheint sowieso alle Tage und der Mensch zieht seinen Nutzen von. Eigentlich eine Win-win Situation, denn niemandem wird geschadet. Somit ergibt sich auch der erste Vorteil der Sonnenenergie: Sie ist vollkommen kostenlos und umweltfreundlich. Eine Energiequelle, die täglich vorhanden ist, ausgenommen in der Nacht oder wenn das Wetter mal miese Laune hat, welche auch keine Probleme bei der Entsorgung bereitet, denn diese ist nicht von Nöten. Ein negativer Aspekt ist allerdings, dass es nun mal wetterabhängig ist. Zudem ist die Speicherkapazität der Solaranlage gering, was zur Folge hat, dass man große Anlagen braucht, welche ständig an die neuste Technologie angepasst werden müssen.

Haushaltsübliche Solaranlagen an den Dächern, dienen hier zur Unterstützung des täglichen Energieverbrauches. Das heißt, dass zum Beispiel die Heizung unterstützt wird oder diese genutzt wird, um warmes Wasser zu erzeugen. Die Anschaffungskosten sind hierbei hoch, welche jedoch nach langfristigem Nutzen den Stromaufwand senken und somit die Umwelt entlasten, wenn der vorliegende Energieverbrauch noch nicht aus erneuerbarer Energie stammen sollte, sondern aus Kraftwerken, die auf Brennstoffen basieren. (vgl. Quelle)

Eine weiter Energiegewinnung entsteht durch die Windkraft. Positiv für die Umwelt ist die Windkraft in dem Punkt, dass sie sauber und erneuerbar ist. Man hat keine Entsorgungsprobleme und somit entstehen keine unnötigen Abfälle. Als alleinige Quelle würde diese aber jedoch noch nicht ausreichen. Windkraft ist hingegen den anderen Kraftwerktypen schwach, das heißt, dass sie nicht in der Lage wäre dieselbe Leistung zu erbringen wie ihre Konkurrenz. Das liegt daran, dass Wind nicht gespeichert werden kann, hingegen zu Sonnenenergie, und somit direkt in Strom umgewandelt werden muss. Geschieht dies nicht, so ist diese Energie einfach verloren gegangen oder besser gesagt gar nicht vorhanden gewesen. Wenn das Wetter nicht richtig mitspielt und keine guten Bedingungen, sprich kein, bis schwacher Wind herrschen, dann ist eine Erzeugung von Strom nicht möglich. Windkraft ist somit ebenfalls wetterabhängig. Allerdings ist diese Methode der Energiegewinnung im Moment der Favorit unter den weitern Möglichkeiten.  Sie steuert prozentual den meisten Gewinn an Energie bei und wird auf jeden Fall in Zukunft mehr ausgebaut und gefördert werden. Im Vergleich zu anderen Kraftwerken ist diese Form von Stromgewinnung verhältnismäßig billig. Ein Faktor der mit Sicherheit auch eine große Rolle in der Hinsicht der Investition in diese Methode mit wirkt.

Ein weiterer Punkt ist, dass die großen Windräder nicht schön anzusehen sind. Die Anschaffung hat ebenfalls seinen Preis. Durch den Gebrauch des Windrades ist zu vermuten, dass eine Gefährdung von Vögeln besteht, die gerade den Weg kreuzen. Dies spricht laut vieler Tierschützer gegen die weitere Investierung in Windräder, ist aber nun kein Punkt, der dazu führen würde, dass man diese Art von Energiegewinnung lahmlegt. (vgl. Quelle)

Eine Variant die sich über die Jahre bewährt hat, ist die Wasserkraft. Etwa 20% der gewonnenen Regenerativen Energie kommen aus dem Wasserkraftwerk. Sie bestehen aus einer einfachen Konstruktion, sind dezentral einsetzbar und haben zudem eine lange Lebensdauer. Sie gelten weltweit als effektivste Methode zur Stromerzeugung mit einem geringen Kostenaufwand und einer großen Versorungssicherheit. (vgl. Quelle) Wohingegen die Kosten zur Energiegewinnung gering gehalten werden, ist der Bau des Kraftwerkes an sich kostspielig.  Zusätzlich zum Wasserkraftwerk, muss ein weiteres kalorisches Kraftwerk hinzu, welches Extrakosten mit sich bringt. Dies ist jedoch notwendig, um eine Produktion im Winter nicht nur bedingt einsetzen zu können. Ein kalorisches Kraftwerk auch Wärmekraftwerk, dient hier zur Erwärmung und Unterstützung.

Diese benötigt zwei verschiedene „Wärmereservoirs“ mit großem Temperaturunterschied. Diese wandelt thermische Energie, teilweise auch in elektrische Energie um. Es wird Wärme in kinetische Energie umgewandelt, welche dann mit Hilfe von Generatoren in elektrische Energie umgewandelt wird. Es findet eine Energieumwandlung statt. Allerdings arbeitet dieser Kraftwerktyp mithilfe von Verbrennung. Das ist für die Umwelt nicht nachhaltig, da umweltbelastende Emissionen entstehen. Das Wasserkraftwerk basiert somit größtenteils aus erneuerbarer Energie, benötigt aber zusätzliche Unterstützung von Kohlekraftwerken. (vgl. Quelle)

Einen weiteren großen Teil der Stromerzeugung macht die Bioenergie aus. Auf dem Land ist die Nutzung von Biogasanlagen sehr beliebt, da sie große Flächen in kurzer Zeit bearbeitet. Sie bietet nicht nur eine Energiequelle, welche in schnellen Zyklen Biogas erneuert, sondern lässt sich auch durch Methan als Treibstoff verwenden. „Auch wenn die Flächenintensität dem weiteren Wachstum von Bioenergie-Strom gewisse Grenzen setzt, ist dieser Energieträger aufgrund seiner Speicher- und Steuerbarkeit ein wichtiges Element in einem erneuerbaren Versorgungssystem.“ Die Energieerzeugung ist hier ebenfalls Umwelt entlastend, da diese CO² neutral ist. Nachteile entstehen in den Kosten, da die Investition, um dies erstmal zu ermöglichen sehr hoch sind. Zudem entsteht eine Einschränkung, die nur Monokulturen auf großen Flächen erlaubt. (vgl. Quelle)

Ein weiter Energiequelle zur Stromerzeugung, liegt in der Geothermie. Diese kann durchgängig genutzt werden, da sie nicht wetterabhängig ist. Hier wird von der Erdoberfläche aus, die Tiefe genutzt, bei der eine konstante Temperatur wirkt. Diese kann mithilfe verschiedener Techniken, wie der Oberflächennahen Geothermie oder der Tiefen Geothermie, zur Energiegewinnung genutzt werden. Bei der Oberflächennahen Geothermie werden Wärmepumpen zur Hilfe genommen, welche es dann möglich machen Heizwärme, warmes Wasser und Kälte zu erzeugen. (vgl. Quelle)

Das Verfahren der Tiefe Geothermie, wird von der EEG gefördert und ist noch am Anfang ihrer Entdeckung. Sie ist aus dem Grund noch nicht genug gefördert, da die gewonnen Energie im Vergleich zu anderen Energiequellen sehr kostspielig ist. Diese Methode gliedert sich in drei weiter Möglichkeiten, Energie zu gewinnen. Es wird die Erdwärme aus geothermischen Reservoirs genutzt, mithilfe von Bohrungen in einer Tiefe von 400 Metern über der Erdoberfläche. Außerdem gibt es die hydrothermale Geothermie, welche mithilfe von hohen Wassertemperaturen arbeitet und zu guter Letzt die petrothermalen Geothermie, die ihre Energie aus Gesteinen zieht. (vgl. Quelle)

Deutschland und seine Bruttostromerzeugung

Bruttostromerzeugung in Prozent

Die Grafik aus dem Jahr 2016 zeigt die verschiedenen Bundesländer und ihre Anteile an der Bruttostromerzeugung. Die Bruttostromerzeugung beschreibt die erzeugte elektrische Arbeit in einem Kraftwerk selbst. (vgl. Quelle) Es ist anzumerken, dass die gewonnene erneuerbare Energie hier in Prozent angegeben wurde. Es ist zu erkennen, dass die Nördlichen Gebiete, einen höheren Anteil an Erzeugnissen haben. Die Werte liegen jeweils über der Hälfte des erzeugten Stroms.

Betrachtet man nur die Strommengen aus regenerativen Energien, die von der EEG gefördert werden, so fallen die großen Wasserkraftwerke, welche vor allem im Süden Deutschlands stehen, weg, da diese nicht Teil des EEGs sind. Schaut man auf die Zahlen der Grafik genauer, so sieht man das Niedersachsen gefolgt von Bayern, den höchsten Anteil an ,,Kapazitäten zur Ökostromerzeugung [erzielt] haben.“ Es deutet darauf hin, dass das Investieren in weiter Kraftwerke, hier am sinnvollsten scheint. Mögliche Gründe, weshalb nicht in allen Bundesländern die Förderungen gleichgewichtet werden, sind die vorhandenen Zustände, die nun mal dort herrschen. Ein Ausbau bzw. eine Erweiterung, sprich Vergrößerung der Methode zur Energiegewinnung, ist erst dann sinnvoll, wenn die Wetterbedingungen meist stimmig sind und die vorhandene Fläche es hergibt.

EEG-Strommenge in kWh

Insgesamt stammen im Jahre 2018 aus den gesamten Bruttostromerzeugnissen, 35,2% aus erneuerbaren Energien und die restlichen 64,8% aus fossilen oder Sonstigen Energien. Das sind immer noch gute zwei Drittel der gesamten Erzeugnisse, welche auf Umweltschädlicher Energieerzeugung basieren. Den größten Anteil hat Braunkohle mit 22,5%, gefolgt von dem Erdgas und der Steinkohle mit jeweils 12,8%. Letztens kommt die Kernenergie dazu mit 11,7% und Sonstige Erzeugnisse mit 4,9%.

Wenn man die Anteile der Erneuerbaren Energien genauer betrachtet, dann sieht man, dass die Windkraft den höchsten Gewinn an Energie mit 17,5%, eingebracht hat. Dies wird in Zukunft auch so bleiben und mit großer Sicherheit auch zunehmen. Die Förderung der Windenergie steht momentan im Vordergrund, um einen hohe Ökostromerzeugung erzielen zu können. Ein dezentraler Ausbau soll dabei helfen, „regionale Windflauten auszugleichen, Netzausbau zu verringern und die Akzeptanz vor Ort zu erhöhen“. Nach der Windkraft folgt die Energiegewinnung aus Biogasen mit 8,0% Anteil. Diese wird viel auf dem Land genutzt und ist somit eine große Stütze für die Wirtschaft. Dicht folgt die Sonnenenergie mit 7,1%. Diese hat sich über die Jahre als Attraktive Methode zur Stromerzeugung bewiesen und wird auch in Zukunft immer mehr an Aufmerksamkeit erlangen.  Einen Anteil von 2,6% hat die Wasserkraft. Diese ist und bleibt ein unverzichtbares Mittel, auch wenn sie doch so weit unten auf der Liste steht. Das liegt daran, das Wasserkraft nicht überall genutzt werden kann. Es wird ausreichend Platz, Wasser und eine ordentliche Strömung benötigt. Zu guter Letzt folgt die Geothermie mit gerade mal 0,03% Anteil. Sie ist noch unerforscht und vielen Menschen gar nicht bekannt. Wenn diese mal den Höhepunkt ihrer Karriere erreicht, dann wird auch sie zu einer unverzichtbaren Energiequelle für die Gewinnung von Ökostrom. (vgl. Quelle)

Ist dies alles doch nicht so teuer wie gedacht?

Letzten Endes zahlen wir neben den Steuern, die oben drauf gepackt werden, die Förderung der Anlagen, um diese mehr ausbauen zu können. Da diese, aber immer attraktiver werden und mehr Menschen dazu willig sind, in Erneuerbare Energie zu investieren, sinkt der Preis, den wir eigentlich für unseren Strom zahlen mit zunehmender Nutzerzahl mit. Somit schließt sich, dass Alternative Energie nicht nur der Umwelt zu Gunsten kommt, sondern auch unseren Geldbeutel entlastet. (vgl. Quelle)

Blogbeitrag von Vanessa
By |2020-07-10T17:41:28+00:0010. März , 2020|Energieaufwand|0 Comments

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