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Um was geht’s bei dem Thema: Kann Deutschland mit der digitalen Entwicklung anderer Länder (2) mithalten?

Kaum ein Unternehmen kommt heutzutage noch ohne digitaltechnische Ausstattungen in vielen Arbeitsbereichen aus. Deutschland als erfolgreiches Exportland muss hier natürlich mitziehen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Wichtig wäre daher eine rasante und umfassende digitaltechnische Weiterentwicklung. Allerdings zeigen aktuelle Studien, dass Deutschland sich hier nur im Mittelfeld befindet und deutlichen Nachholbedarf hat.

Die meisten Länder sind technisch sehr gut ausgestattet und vermutlich denken auch viele, dass Deutschland da mithalten kann. Jedoch kann man allein schon an den verlegten Glasfaserleitungen der einzelnen Länder sehen, dass das nicht so ganz stimmt.

Glasfaserleitungen erreichen ein Vielfaches der Leistung, im Gegensatz zu den zuvor benutzten Kabeln oder DSL. Dies zeigt sich auffallend bei der Schnelligkeit des Internets, also des Downloads und des Uploads. Durch die Glasfaserleitungen können Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s erreicht werden.

Digitalisierung – Deutschland und USA im Vergleich

Seit der Kommerzialisierung des Internets im Jahre 1989 nutzen es immer mehr Menschen auf der ganzen Welt. Mittlerweile haben laut der Web Foundation 54% der Weltbevölkerung einen Internetzugang und die Anzahl steigt jeden Tag weiter. Doch wie unterscheiden sich Deutschlands Digitalisierung von der in den USA, beziehungsweise welches Land ist fortschrittlicher? Diese und weitere Fragen werden in folgendem Abschnitt erläutert.

Die Digitalisierung begleitet uns täglich in unserem Alltag, wir kommunizieren, teilen Infos, schauen uns Videos oder Filme an und kaufen dort ein. Doch wie viele Menschen haben einen Internetzugang? Im Mai 2020 hatten in Deutschland 69,06 Millionen Menschen einen Internetzugang, somit 84,7%. In den USA hatten im Jahr 2018 knapp 275 Millionen Menschen einen Internetzugang, im Verhältnis zur Bevölkerung sind das 83,8%. Der prozentuale Anteil der Bevölkerung mit Internetzugang in den USA ist fast identisch mit dem Anteil in Deutschland. Jedoch unterscheiden sich Deutschland und die USA in der durchschnittlichen Geschwindigkeit des Internets. Während dieser Wert in Deutschland bei 15,3 Mbit/s liegt, hat die USA eine durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit von 18,7 Mbit/s. Dies zeigt, dass die Infrastruktur des Internets in den USA weiter ausgebaut ist beziehungsweise moderner und stabiler ist. Zurückführen lässt sich das Problem auf den mangelnden Ausbau des Glasfaserkabelnetzes.  Denn „3,6 Prozent aller Internetanschlüsse in Deutschland waren im Juni 2019 mit einem Glasfaserkabel verbunden – dies sind nur 2,3% mehr als im Juni 2015. Fast nirgendwo in den Industriestaaten in der Anteil an Glasfaserkabel so niedrig“(Quelle), in den USA hingegen sind es 15,6% aller Festnetz-Breitbandanschlüsse. Auch im Ausbau des Mobilfunknetzes hängt Deutschland hinterher, vor allem im Bereich des neuen 5G-Netzes. Während in Deutschland im Frühjahr 2019 die Versteigerung der 5G-Frequenzen beginnt, hat die USA schon ein mehrere hunderte Millionen Dollar schweres Forschungsprogramm gestartet, sowie mehrere Mobilfunkanbieter, die schon mit dem Ausbau des 5G- Netzes begonnen haben. Die hohen Ambitionen der USA, schnell mit dem Ausbau des 5G- Netzes voranzukommen, hatte Präsident Trump schon im Oktober 2018 in einem Memorandum bekannt gegeben: „Es sei zwingend erforderlich, dass Amerika bei 5G die Nummer eins sei.“(Quelle)

Wie schon anfangs erwähnt nutzen die Menschen das Internet zum Austausch von Meinungen und Infos, wie auch zum Einkaufen. Somit müssen Unternehmen auch im Internet präsent sein und auf sich aufmerksam machen, zum Beispiel mit einer eigenen Website oder dem Schalten von Werbung. In Deutschland wurden 9,360 Mio. €  im Jahr 2020 für digitale Werbung ausgegeben, dies entspricht 128,79 € pro Internetnutzer, ein Anstieg von +8,8% im Gegensatz zum Vorjahr. Das meiste Geld mit 4,327 Mio. €, also knapp der Hälfte der Gesamtausgaben, wurde dabei in Suchmaschinenwerbung investiert. In den USA hat man 2020 hingegen stolze 128,245 Mio. € in Digitale Werbung investiert und somit 451,48 € pro Internetnutzer ausgegeben, ein Anstieg von +11,5% zum Vorjahr. Auch in den USA ist der größte Bereich der der Suchmaschinenwerbung, dafür wurden 56,250 Mio. € im Jahr 2020 ausgegeben. Wie man anhand der Zahlen erkennen kann, gibt man in den USA verglichen mit Deutschland ca. 3-4 Mal mehr Geld für Digitale Werbung aus pro Internetnutzer. Anhand dessen lässt sich ableiten, dass die Unternehmen in den USA viel präsenter und fortschrittlicher mit Werbung im Internet sind als die Unternehmen in Deutschland. Daher fragt man sich, wie sehr unterscheidet sich der E-Commerce Markt in Deutschland von dem in den USA? Der Gesamtumsatz mit E-Commerce in Deutschland liegt jährlich bei 73 Milliarden Dollar und belegt damit Platz fünf weltweit. Am meisten dazu beigetragen haben das deutsche Amazon und eBay, aber auch die des Versandhandel Otto sind signifikant am Umsatz beteiligt. „Fälschlicherweise werden die USA oft als größter Markt für E-Commerce gehalten, dies stimmt aber nichtmehr.“(Quelle) Im Vergleich dazu, hat die USA länger als ein Jahrzehnt den E-Commerce Markt angeführt, verantwortlich dafür sind die Online Shopping Giganten Amazon und eBay. Die USA wurde von China, das mit einem Wachstum des E-Commerce Marktes von +35% jährlich einen der am schnellsten wachsenden E-Commerce-Märke weltweit haben, an der Spitze des E-Commerce Markts abgelöst.

Allerdings lässt sich der Stand der Digitalisierung in einem Land nicht an einzelnen Bereichen feststellen. Doch wie schlägt sich Deutschland im Bereich der Digitalisierung allgemein im Vergleich zu den USA? Dafür haben „Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und der Bundesverband der Deutschen Industrie […] 2017 wieder einen Innovationsindikator in Auftrag gegeben, in dem 35 Volkswirtschaften auf ihre Innovationsstärke hin untersucht wurden.“(Quelle) Bei diesem Innovationsindikator war auch erstmals ein Indikator für die Digitalisierung dabei, dabei erreichte Deutschland 44,3 von maximal 80 Indexpunkten und liegt damit im Mittelfeld auf dem 17. Platz. Die USA hingegen erreichte mit 61,8 Indexpunkten den 9. Platz. „Die Ursache dafür zeigen Studien, in denen deutlich wird, dass die Amerikaner der Digitalisierung viel positiver gegenüber eingestellt sind als die Deutschen, aber auch Unternehmen wie Amazon, Google, Facebook, Tesla, Uber und viele mehr gelten als sehr fortschrittlich.“(Quelle) Die Deutschen sehen die Digitalisierung problematischer, vor allem in dem Bereich der Privatsphäre und des Datenschutzes. 38% der Deutschen glauben laut einem Gesundheitsreport der BKK (Betriebskrankenkassen) 2017, dass sie ihren Job durch die Digitalisierung verlieren könnten. In den USA sehen die Menschen Digitalisierung eher als eine positive Sache, die Wachstum und somit neue Arbeitsplätze schafft.

Internetnutzung in den USA nach Altersklassen

Betrachtet man die Internetnutzung in Abhängigkeit vom Alter, unterscheiden sich die Zahlen im Bereich der 10 bis 50-jährigen Personen fast gar nicht. In dieser Altersgruppe liegt die Internetnutzung in Deutschland sowie in den USA bei knapp 100%. Ein kleiner Unterschied lässt sich bei den 50 bis 65-jährigen feststellen, dabei liegt der Anteil der Personen in Deutschland, die das Internet nutzen ca. 5% höher als in den USA. Allerdings nutzen in den USA 73% der über 65-jährigen das Internet, wobei dieser Wert in Deutschland ungefähr 20% geringer ist und somit bei 55% liegt. Dieser Unterschied lässt darauf schließen, dass in den USA die älteren Menschen besser über das Internet informiert sind bzw. dieser grundlegenden Veränderung offener gegenüberstehen. In Deutschland denken viele ältere Menschen, vor allem im Bereich der Privatsphäre und des Datenschutzes, dass Internet sei zu kompliziert für sie oder bringe sogar Verschlechterungen. Es lässt sich auch “Ein Gefälle bei der Nutzung des Internets […] je nach sozialer Stellung festzustellen. Schüler und Schülerinnen sowie Studierende nutzen das Internet zu 100 Prozent, Erwerbstätige kommen auf 98 Prozent. Arbeitslose kommen hingegen nur noch auf eine Quote von 87 Prozent, während es bei Menschen im Ruhestand sowie Nichterwerbstätigen (nicht arbeitslos gemeldet) 63 Prozent sind.“(Quelle) Viele älteren Menschen in Deutschland stehen dem Internet somit eher kritisch gegenüber, anstatt offen für diese Veränderung zu sein und persönliche Vorteile daraus zu ziehen.

Doch wie genau steht Deutschland im Vergleich zu den USA bei der Digitalisierung da? Im Bereich der Glasfaserkabel ist die USA ca. fünfmal so weit wie Deutschland mit dem Ausbau des Netzes. Auch beim Ausbau der 5G-Netze hat die USA viel größere und ehrgeizigere Ambitionen im Vergleich zu Deutschland. Dies ist vor allem auf die mangelnde Förderung von zukunftsorientierten Projekten oder Unternehmen in Deutschland zurückzuführen. Aber auch das abtreten des Ausbaus von Netzen an private Unternehmen trägt zu den langsamen Fortschritten Deutschlands in der Digitalisierung bei. Im Bereich der E-Commerce-Märkte ist Deutschland nicht schlecht aufgestellt, kann aber mit den Shopping-Giganten aus den USA nicht mithalten. So ist der Betrag, der pro Person für digitale Werbung ausgegeben wird in den USA ca. 3-4 Mal so hoch wie in Deutschland. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass viele Unternehmen in Deutschland das Internet noch nicht komplett ausnutzen.

Detaillierter über den Breitband-Ausbau und den Vergleich mit wirtschaftsschwächeren Ländern, wird Luca jetzt fortfahren.

Digitalisierung – Deutschland im Vergleich mit wirtschaftsschwächeren Ländern & Warum Deutschland den Breitband-Ausbau nicht durchführt

Die meisten denken, dass Deutschland ein sehr hoch entwickeltes Land ist was Internetverbindung betrifft. Erstaunlicherweise beweist sich diese Behauptung als nicht wahrheitsgemäß. Es gibt viele Länder, die wirtschaftlich zwar schwächer ausgerichtet sind als Deutschland, jedoch technisch gesehen um einiges besser ausgestattet sind.

Woran man das erkennen kann ist, dass die anderen Länder in verschiedenen Bereichen zum Beispiel mehr Glasfaserleitungen haben, durchschnittlich bessere Verbindungsgeschwindigkeit oder sich auch einfach mehr mit dem Thema „Internetverbindung“ auseinandersetzten. Das kann man auch an dieser Tabelle sehr gut erkennen.

Viele Länder, von denen man es nicht erwartet hätte, so eine gute Internetverbindung zu haben, sind auf dieser Tabelle aber vor Deutschland in der Rangliste.

Deutschland ist auf dieser Liste, welche 2020 ermittelt wurde, auf Platz 25. Hinter Slowenien, Slowakei, Litauen und vielen mehr. Alle diese Länder sind deutlich schwächer aufgestellt was die Wirtschaftssituation angeht, jedoch haben sie alle eine schnellere und bessere Internetverbindung, was sie auf der Rangliste auch einige Plätze vor Deutschland abschneiden lässt.

Litauen, ein Land welches wirtschaftlich um einiges schlechter abschneidet als Deutschland, lässt Deutschland trotzdem im Schatten stehen, was die Internetverbindung angeht. „Die Herstellung kabelgebundener Anschlüsse an das Internet ist in Litauen überwiegend in der Hand eines einzigen Anbieters. Nichtsdestotrotz hat Litauen eine sehr gut ausgebaute Festnetz-Infrastruktur. Bemerkenswert ist dabei der Anteil an ultraschnellen FTTH-Verbindungen, die mehr als dreißig Prozent der litauischen Haushalte nutzen.“(o.V., Internet in Litauen, 20.11.2013,Quelle) FTTH-Verbindungen sind Glasfaserleitungen, die bis zur Wohnung gelegt sind und nicht nur bis zum nächsten Verteilerkasten, was die Internetverbindung nochmal verbessert.

An dieser Tabelle kann man nochmal sehr gut sehen, dass Deutschland wirtschaftlich um einiges vorne liegt, im Vergleich zu Litauen.

Jedoch ist das Wirtschaftswachstum erstaunlicherweise extrem in die Höhe gestiegen. Litauen hat seitdem, sie ihre Internetverbindung verbessert haben ein Wirtschaftswachstum erlebt wie noch nie zuvor. Dies sieht man ganz klar an dieser Ansicht. Natürlich sind das nur Prognosen, da es bis zum Jahr 2024 geht, jedoch allein das, zeigt schon, dass Litauen nur durch die Verbesserung des Internets, diese Prognosen genießen darf.

Zum jetzigen Zeitpunkt haben in ganz Deutschland nur zwei Prozent aller Haushalte Glasfaseranschluss, was extrem wenig ist, im Gegensatz zu anderen Ländern.(vgl. Dominik Lauck, Warum Deutschland hinterherhinkt, 18.03.2019, Quelle)

Außerdem ist die Internetbenutzung in den letzten Jahren um einiges angestiegen. Von 2011 bis 2016 haben sich die Zahlen dabei fast verfünffacht, was man an dieser Tabelle sehr gut einsehen kann.

Ein weiteres Argument ist, dass Deutschland in der weltweiten Liste der Internetnutzung erstaunlicherweise auf Platz 8 steht, obwohl wir eine der schlechtesten Internetverbindungen Europas haben.

„Die weltweit durchschnittliche Internetgeschwindigkeit ist von etwa 9 Mbps im Jahr 2017 auf knapp über 11 Mbps im Jahr 2019 gestiegen – was auf Verbesserungen der Infrastruktur zurückzuführen ist. Durch das Ersetzen von bestehenden Kupferleitungen hin zu einer Ausweitung des Glasfaserkabelnetzwerks könnte sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren noch weiter ausdehnen.“(o.V.,Internet Geschwindigkeit: Deutschland auf Rang 25, 07.05.2019, Quelle) Nur leider ist Deutschland bisher kein Teil dieser großartigen Verbesserung.

Positive Argumente für den Breitband-Ausbau:

Die Zukunft ist nun mal das Internet, was bedeutet, dass es eigentlich nicht schlecht sein kann mehr Glasfaseranschlüsse zu legen. Außerdem würde alles schneller fertiggestellt sein. So spart man Zeit für wichtigere oder noch mehr wichtige Aufgaben. Ein weiterer Punkt ist, dass das Online-Arbeiten um einiges leichter fällt und es für Bildungszwecke besser geeignet ist, zumindest um das Organisatorische besser zu verantworten.

Negative Argumente für den Breitband-Ausbau:

Es würde einige Milliarden Euro kosten, um die alten Kupferkabel zu erneuern. Viele Bürger meinen, dass Deutschland trotz schlechterer Internetverbindung, bei der Wirtschaft oben in der Weltspitze mitspielt und mithalten kann. Außerdem würde es einiges an Zeit beanspruchen und man müsste mehr Personal anstellen, um diesen Ausbau zu erledigen.

Um die negativen Argumente zu belegen:

Deutschland hat auch schon für andere Arbeiten mehrere Milliarden Euro ausgegeben, wobei bei dieser Investition, mehr Geld wieder reinkommen würde, als es kosten würde.

Deutschland kann, was die Wirtschaft angeht, zwar an der Weltspitze und somit auch in Europa mithalten, was dieses Diagramm nochmal gut zum Ausdruck bringt, jedoch ist die Frage wie lange noch. Außerdem liegt das nicht daran, dass Deutschland so eine gute Internetverbindung hat, sondern eher an der ganzen Automobilbranche, denn die meisten, bestverkaufsten Automarken, kommen aus Deutschland.

Volkswagen, Mercedes-Benz, BMW, Opel, Audi und Porsche. Diese 6 Firmen sorgen größtenteils für Deutschlands hohen Wirtschaftsstandpunkt.

Natürlich könnte man jetzt sagen, dass Deutschland keine bessere Internetverbindung braucht, wenn sie das Geld sowieso durch die ganze Automobilindustrie bekommen. Aber diese Firmen müssen ihre Autos größtenteils über das Internet vermarkten, was natürlich alles schneller und effizienter funktioniert, wenn man schnelleres Internet und bessere Internetverbindung hat. „Werde die durchschnittliche Geschwindigkeit verdoppelt, wachse die Wirtschaft um etwa 0,3 Prozentpunkte, argumentiert die Grünen-Politikerin.“(Guido Bohsem, Grüne fordern Glasfaser statt alter Kupferkabel, 17.11.2015, Quelle) Also wenn Deutschland den Breitband-Ausbau durchführt, wird die Wirtschaft noch besser angekurbelt und dann kann Deutschland auch mit hoher Wahrscheinlichkeit mit den anderen Ländern weiterhin mithalten, was zur Zeit, wenn es so weiter geht, nicht sehr vielversprechend aussieht.

Natürlich würde dieser Ausbau auch einiges an Zeit beanspruchen, jedoch gibt es Heutzutage viele Arbeitslose und wegen der Corona Krise viele kleinere Geschäfte, die diesen Ausbau in bestimmten Gebieten tätigen könnten. Dadurch würde man auch die Wirtschaft innerhalb Deutschlands wieder für kleinere Betriebe verbessern.

Es gibt also genügend Gründe, die Internetverbindung in Deutschland zu verbessern. Doch warum setzt Deutschland, die schon so lange gewünschte Verbesserung, nicht in die Tat um?

Schon im Jahre 2009 hat Angela Merkel in einem Video-Cast angekündigt, dass es bis 2010 für alle Haushalte Breitband, also Glasfaserleitungen geben soll. (vgl. Sascha Lobo, Warum ist das Internet in Deutschland so langsam?, 06.06.2018, Quelle) Dieses Versprechen hat sich, wie alle anderen Ankündigungen, nicht bewiesen. Jedes Jahr von 2009 bis 2017 haben verschiedene hochangesehene Leute der Regierung, Ankündigungen über besseres und schnelleres Internet getätigt, jedoch sehen wir leider nichts davon. Außerdem wurde jetzt schon die Ankündigung für 2025, dass alle Haushalte Glasfaseranschluss haben sollen, wiederlegt. Viele haben sich dazu negativ geäußert, wie Sascha Lobo, ein Journalist der Spiegel-Zeitung: „Das ist insofern ein Novum von sensationeller Dimension, als jetzt das Versprechen bereits sieben Jahre vor der Erfüllung hinfällig ist.“ (Sascha Lobo, Warum ist das Internet in Deutschland so langsam?, 06.06.2018, Quelle) Dies war im Jahre 2018.

Die Regierung äußert sich jedoch zu keinen Fragen, die auf den Ausbau des Internets bezogen sind. Wie kann es aber sein, dass sieben Jahre bevor des festgelegten Datums, das Ziel schon unerreichbar ist. Was muss schiefgelaufen sein, um mit der Zeit so weit zurück zu liegen bei einer eigentlich sehr wichtigen Angelegenheit. Das Problem ist, dass man, um die alten Kupferkabel mit Glasfaserleitungen zu erneuern, den ganzen Boden ausheben muss und das dauert eben seine Zeit. Würde Deutschland es genauso machen, wie im asiatischen Raum und zwar einfach Strommasten mit Kabeln versehen, wäre es um einiges leichter. Jedoch sind unsere Kabel unter der Erde und diese müssen teuer ausgehoben und wieder teuer vergraben werden. Die Telekom versucht jedoch alles aus den alten Kupferkabeln herauszuholen und hat vor einiger Zeit einen weiteren Ausbau fertiggestellt, bei dem sie die existierende Infrastruktur so lange wie möglich aufrechterhalten wollen.(vgl. Ernst Ahlers, Kommentar: Glasfaser für alle? Welch ein Unfug!, 03.11.2017, Quelle)

Jedoch ob Deutschland in anderen Bereichen, wie Zum Beispiel Schulen, genauso hinterherhinkt oder überhaupt verbesserte Technologien in der Schule mit einbaut, wird Marios jetzt weiter ausführen.

Können die deutschen Schulen mit der Digitalisierung mithalten?

Die Digitalisierung in Deutschland ist ein sehr wichtiges Thema und beinhaltet viele verschiedene Bereiche. Wann wird endlich 5G in Deutschland eingeführt und wann gibt es hier überall Glasfaseranschlüsse? Eine weitere wichtige Frage ist wie es hierbei in den Schulen aussieht. Viele Schüler beschweren sich, dass es an ihrer Schule an Digitalisierung mangelt. Doch wie sieht der Stand aktuell in Wirklichkeit aus und vor allem, wie weit sind andere Länder in Sachen Digitalisierung im Vergleich zu Deutschland?

Digitalisierung ist ein Phänomen, welches die Generation von heute stark prägt. Sie bezeichnet das Umwandeln von analogen Werten in ein digitales Format. Man speichert als Beispiel Sachen nicht mehr auf Blatt Papier, sondern nun auf einen PC, Smartphone, etc. Dies ist sogar schon seit den 1970er Jahren möglich.[1]

Für junge Menschen ist der schulische Bildungsbereich natürlich besonders relevant.   In den letzten Jahren hat sich an den Schulen Deutschlands nicht sehr viel geändert. Es werden wie gewohnt Bücher mit in die Schule genommen, die Klassenräume sehen sehr alt aus und von einem Beamer in jedem Klassenraum kann man nur träumen. „99 Prozent der Schulen haben einen Beamer. 82 Prozent einen stationären PC. Die Geräte sind meist jedoch nur als Einzelgeräte oder in speziellen Fachräumen verfügbar.“[2]

[1] Vgl. Digitalisierung (09.06.2020), in: https://de.wikipedia.org/wiki/Digitalisierung

[2] Drammeh, Njema, Wie gut sind die Schulen mit den jeweiligen Geräten ausgestattet? (14.02.2020), in https://kommunal.de/digitalisierung-Schule-was-Sie-wissen-müssen

Doch was ist der Grund dafür, dass unsere Schulen so schlecht ausgestattet sind? Die Bundesregierung hat auf jeden Fall die Absicht die Schulen besser auszustatten, und stellt den Ländern dafür Geld zur Verfügung. Im Jahr 2019 ging es endlich mit dem Lang erhofften Digitalpakt los. Dieser dient dazu, Schulen mit ihrer IT-Ausstattung auf den neusten Stand zu bringen. Den Ländern wurden mit dem Digitalpakt fünf Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, bisher wurden jedoch erst 20 Millionen Euro benutzt.[1]

Auf Bild 1 erkennt man, wie viel Geld die Bundesländer jeweils bereits vom Digitalpakt nutzten. Auch in Deutschland gibt es also Unterschiede, während in Sachen bereits über acht Millionen Euro ausgegeben wurden, wird in anderen Bundesländern wie Hessen erst gar kein Antrag erstellt. Doch woran liegt das?

Schulen mussten monatelang warten bis sie Förderanträge stellen konnten, da zuvor keine Vorschriften erlassen wurden. Außerdem sind Schulen unterschiedlich gut auf den Digitalpakt vorbereitet. Um aus den Geldern des Digitalpaktes profitieren zu können, muss erstmal ein Medienkonzept erstellt und dann auch eingereicht werden. Ein weiteres Problem gibt es in Deutschland mit dem Datenschutz, Lehrer dürfen persönliche Sachen wie zum Beispiel Noten nicht Online weitergeben, sondern müssen dies persönlich tun.

Schulen, an denen eine Entwicklung der Digitalisierung stattfand, haben das Problem, dass die Lehrer nur selten wissen was sie nun mit den neuen Geräten machen sollen. Viele Lehrer können den Schülern gar nicht beibringen wie man mit Tablets eine richtige Recherche im Internet durchführt, da sie dahingehend selbst nicht geschult sind. Hier sind es „fehlende pädagogische Konzepte und Kompetenzen der Fachkräfte.“[2]

[1] Vgl. Tilmann, Warnecke und Schröder, Miriam, Der Digitalpakt der Schulen kommt kaum voran (23.01.2020), in https://www.tagesspiegel.de/wissen/erst-20-millionen-euro-bewilligt-der-digitalpakt-fuer-schulen-kommt-kaum-voran/25460210.html

[2] Armin Himmelrath, Elf Schüler müssen sich einen PC teilen (11.08.2018), in https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/bildungsmonitor-deutsche-schueler-beim-digitalen-lernen-abgehaengt-a-1222269.html

Als Vergleich zu Deutschland kann man eines der Nachbarländer nehmen, nämlich Dänemark. „In Dänemark verfügt jede Schule über ein stabiles WLAN-Netz, Deutschland hinkt mit einem Viertel hinterher.“[1] Anders als in Deutschland sind die Lehrer in der Lage mit allen Digitalen Medien umzugehen, sie haben bereit 2001 Computerschulungen erhalten. Die gesamte Organisation verläuft nur noch digital.

Finnland ging es früher ähnlich wie Deutschland jetzt, damals haben im Durchschnitt 18% der Schüler Medien im Unterricht eingesetzt. In den Jahren lagen die Behörden jedoch den Fokus auf die Digitale Infrastruktur und mittlerweile sind sie sehr gut aufgestellt. Bücher benutzen die Finnen in der gedruckten Weise nicht mehr.

[1] Drammeh, Njema, Digitalisierung Schule- Internationaler Vergleich (14.02.2020), in https://kommunal.de/digitalisierung-Schule-was-Sie-wissen-müssen

Man sieht also, dass Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern nicht so gut aufgestellt ist. Es stellt sich also die Frage: würden Schüler von einer Digitalisierung überhaupt profitieren?

Auf der einen Seite ermöglicht das digitale Arbeiten eine schnelle Recherche und spart somit Zeit im Unterricht. Außerdem würden digitale aufschriebe und Bücher sehr viel Papier sparen. Wenn ganz Deutschland solch eine Umstellung wagen würde, wäre das eine Entlastung der Umwelt gegenüber.

Ein weiterer Aspekt ist, dass Schüler den Lehrern im Unterricht viel besser folgen können, wenn parallel zum Unterricht beispielsweise eine PowerPoint laufen würde. Durch eine PowerPoint kann der Unterricht anschaulicher und strukturierter ablaufen.
Während des Online-Unterrichtes lernten nicht nur die Lehrer, sondern auch die Schüler neues dazu. Eine Zusammenarbeit ist durch eine Digitalisierung sehr viel einfacher, da man nun lernt konzentrierter Online miteinander zu kommunizieren.

Auf der anderen Seite hingegen werden Schüler von den digitalen Medien häufig abgelenkt.

Außerdem bewiesen viele Studien bereits, dass Menschen durch die Benutzung digitaler Medien viele Sachen schnell wieder vergessen, da diese Digitalen Medien unserem Gedächtnis einen Großteil der Arbeit wegnimmt.[1] Des weiterem gibt es hier auch ein Problem mit den Servern. Sollten Schulen zum Bespiel Noten auf einen Server speichern, fällt es einigen Menschen bestimmt leicht diese Server zu hacken und zu manipulieren.  Des Weiteren sind Klausuren ebenfalls nicht so leicht in digitaler Weise zu schreiben, man müsste die Klausuren also eventuell schriftlich machen. Hierbei ist die Umstellung zur Handschrift für einige Schüler sehr schwierig, denn durch das ständige tippen wird die Handschrift immer schwächer.

Mitte März 2020 wurden alle Schulen auf die Probe gestellt, die Corona-Krise startete und es war somit kein Unterricht wie gewohnt möglich. Die digitalisierten Schulen wie in Dänemark und Finnland hatten es hier deutlich leichter, der Austausch wichtiger Dinge wird dort schon seit Jahren Online ausgeführt. In Deutschland zum Beispiel war es vor allem am Anfang der Epidemie sehr hart. Schüler und Lehrer kämpften mit überlasteten Clouds und Servern. Viele Probleme gab es im Online Unterricht, wo manche Schüler oder auch Lehrer einfach keine ausreichende Internetverbindung hatten.

[1] Vgl. Decker, Hanna, Die digitale Amnesie (26.10.2015), in https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/das-smartphone-macht-uns-laut-studien-vergesslicher-13847379.html

Doch ganz so schlimm haben wir es in Deutschland auch nicht; die Deutschen sind, wenn es um die Digitalisierung geht, natürlich nicht am schlechtesten aufgestellt. Wir stehen im guten Mittelfeld. An Schuleinrichtungen wie zum Beispiel technischen Gymnasien wird bereits seit Jahren ein digitales Klassenbuch benutzt und langsam werden in manchen Schulhäusern auch einige Bücher durch Tablets ersetzt. Sie hatten es während der Quarantäne etwas leichter, da diese Schüler den Umgang mit einer Cloud bereits erlernten.

Kroatien hielt sich beispielsweise fern vom Online-Unterricht, dort wurden Videovorträge erstellt und es wurden nur Fernsehprogramme mit Bildungsinhalten für Schüler bereitgestellt.

Wie man sieht ist Deutschland im Moment nicht schlecht aufgestellt, doch es geht auf jeden Fall noch besser. Ich persönlich finde, dass Deutschland auf jeden Fall in der Lage wäre, mit der digitalen Entwicklung anderer Länder mitzuhalten. Natürlich wird das nicht von heute auf morgen geschehen können, dies wird mit Sicherheit einige Jahre in Anspruch nehmen. Durch das Corona-Virus waren die Lehrer dazu gezwungen sich nun mehr in die Technik einzuarbeiten und dies meiner Meinung nach ein großer Fortschritt. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass all die neuen technischen Dinge, welche Schüler und Lehrer während des Online-Lernens erlernten, nicht verschwunden geht. Obwohl wir nach der Quarantäne wieder in die Schule gingen, benutzten wir weiterhin oft noch Online Clouds, um dort Dateien weiter austauschen zu können.

Die deutschen Schulen werden sich also für die Zukunft sicherlich mehr um die Digitalisierung kümmern.

By |2020-06-29T13:34:29+00:0011. März , 2020|digitale Entwicklung2, Entwicklung Bildung|1 Comment

One Comment

  1. Semi-App 15. Mai 2020 at 12:37 - Reply

    Das erste Bild ist arg groß… Bitte an den Text anpassen, oder den Text (also die Textmenge) an das Bild anpassen… Schöner ist auch ein freigestelltes Icon

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